Andreas Kuhl auf dem Weg nach Taiwan
12.07.2009 | 20:30 Uhr 2009-07-12T20:30:00+0200Kreuztal-Osthelden. Nur wenige Wochen nach seiner Wahl zum „Sportler des Jahres der NRW-Landespolizei” wurde Andreas Kuhl (auch WR-Sportler des Jahres 2008), Ju-Jutsu-Kämpfer der Judovereinigung Siegerland (JVS), jetzt auch zum besten Polizeisportler Deutschlands ohne Sportförderung gekürt.
Andreas Kuhl ist bei der Polizeibehörde in Köln tätig. In einer großen Feierstunde im Bremer Rathaus würdigte Innensenator Ulrich Mäurer die herausragenden Erfolge des 30-jährigen Ostheldeners. Dreimal WM-Gold in Folge, zweifacher Europameister, mehrfacher Landes- und deutscher Meister seien eine beeindruckende Bilanz. Die außergewöhnliche Leistung, neben dem Beruf Training, Lehrgänge und auch noch das Privatleben unter einen Hut zu bringen, erfordere eisernen Willen und ein besonders ausgeprägtes Verantwortungsgefühl. Die Auszeichnung war für Andreas Kuhl von ganz besonderer Bedeutung. Denn nur wenige Tage zuvor hatte er im niedersächsischen Lüchow zum ersten Mal überhaupt die deutsche Polizeimeisterschaft in der Klasse bis 85 kg souverän gewonnen. Kuhl kämpfte mit viel Überlegung und Routine. So setzte er sich konsequent gegenüber den vielen Bundeskader-Athleten durch, die diesem Turnier das hohe Niveau verliehen, das der Siegerländer zur Vorbereitung auf seine Teilnahme bei den „World Games” in einer Woche in Kaohsiung in Taiwan dringend brauchte.
„World Games” seinletztes Wettkampfziel
Bis jetzt hat er alles gewonnen, was man im „Ju-Jutsu-Fighting” gewinnen kann. Sein letztes großes Ziel, bevor er sich vom aktiven Wettkampfsport verabschiedet, ist die Krönung seiner Karriere mit einem Titelgewinn bei den World Games, den „Olympischen Spielen der nichtolympischen Sportarten”. In Taiwan trifft er noch einmal auf die Besten der Besten. Denn nur besonders erfolgreiche Sportler werden zur Teilnahme an den „World Games” zugelassen. Schon jetzt ist er der erfolgreichste Ju-Jutsuka überhaupt und genießt weltweit hohes Ansehen. Mit einem Sieg bei den „World Games” aber würde er Wettkampfgeschichte schreiben.
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