Als die Sportplatzhelden Hartplatzhelden waren

Bad Laasphe..  Es wird ja langsam mal Zeit, auch das Foto zum Logo unserer Sportplatz-Helden-Serie vorzustellen. Allerdings scheint es in dieser Szene aus dem Spiel zwischen dem FC Laasphe und den Sportfreunden Edertal mal nicht um die Sportart Fußball, sondern ums Boxen zu gehen.

Spaß beiseite. Laasphes Torhüter Harald Wagner geht hier ordentlich, aber nicht unfair zur Sache, um doch noch vor dem zum Einschuss bereit stehenden Edertaler Stürmer Duo Michael Kroh und Mirko Dickel an den Ball zu kommen.

Dank unserer Facebook-Freunde wie Jürgen Buschhaus und Marcel Rebyz wissen wir inzwischen auch genau, wer von links nach rechts auf diesem Foto steht. Und dank dem damaligen Torhüter Harald Wagner ist auch der Endstand von 0:2 geklärt. Wagner wusste auch, dass die Aufnahme aus der Saison 1998/1999 stammen könnte. Wir haben in unserem Printarchiv nachgeschlagen: Lang, lang ist es her – mehr als 16 Jahre. Am 29. März 1998 trennten sich der FC und die Sportfreunde 0:2. Die Edertaler marschierten weiter in Richtung Bezirksliga-Aufstieg.

Der Blick in alte Zeitungen ist aber noch weit aus informativer. Das Spiel war vor allem deshalb etwas Besonderes, weil die Laaspher quasi bei ihrem künftigen Spielertrainer Michael Kroh vorspielen durften.

Der spätere Torschützenkönig der A-Liga-Saison stieg nämlich nicht mit den Sportfreunden Edertal auf, sondern heuerte gemeinsam mit Torsten Opitz, der vom FV Niederlaasphe zum FC wechselte, als Spielertrainer bei dem Laaspher Traditionsverein an. Das Gespann führte einen runderneuerten und verjüngten FC Laasphe in der Folgesaison auf Platz vier der Fußball-Kreisliga A Nord. In der Winterpause 2000, damals lag der FC mit Platz fünf voll im Soll, verabschiedet sich Kroh aus beruflichen Gründen von seinem Trainerposten.

Diese Sportplatzhelden-Szene aus der Saison 1997/1998 zeigt übrigens auch, dass unsere Sportplatzhelden damals ganz häufig noch Hartplatzhelden waren. Der Laaspher Wabach, der heute mit einem hervorragenden Kunstrasen ausgestattet ist, war damals noch ein kieselroter Aschenplatz.