3:2 - unbeschwert zu drei Punkten

Trainer Michael Boris schickte seine Mannen nach der Pause nach vorn und zum 3:2-Sieg.
Trainer Michael Boris schickte seine Mannen nach der Pause nach vorn und zum 3:2-Sieg.
Foto: WP

Wiedenbrück..  Für die Siegener Sportfreunde hielt der letzte Auswärtsspieltag der Fußball-Regionalliga auf unabsehbare Zeit noch ein Erfolgserlebnis bereit. Im Wiedenbrücker Jahnstadion holte die Mannschaft von Trainer Michael Boris mit dem 3:2 (1:1)-Sieg die drei Punkte, die freilich nicht mehr einbringen als ein paar freudige Gesichter.

Die 50 Fans, die die Reise mit dem Zug nach Ostwestfalen mitgemacht hatten, lieferten sich am Eingang des Stadions einige Wortgefechte mit der Polizei. Auf dem Weg vom Bahnhof in Rheda nach Wiedenbrück zündeten die Siegener Anhänger Pyrotechnik, woraufhin die Polizei am Stadion-Eingang die Personalien feststellen wollte. Dabei kam es zu Rangeleien, so dass die Polizei die Siegener wieder zurück zum Bahnhof leitete. Kein Einlass, kein Spiel, keine Freude über drei Punkte.

Glowacz aus der Distanz

„Ich habe so einen Hals...“ ärgerte sich jedenfalls Alfons Beckstedde, der Trainer der Wiedenbrücker über die Heimniederlage gegen den personell arg dezimierten Absteiger. „Das war eine blutleere Vorstellung.“

Die Siegener erwiesen sich als das lauffreudigere, aktivere Team und steckten auch den Rückstand weg, für den Tim Thiele in der 33. Minute gesorgt hatte. Nur sechs Minuten später hieß es 1:1 durch Ali Ibrahimaj.

Nach dem Wechsel entfachen die Sportfreunde Druckund haben sofort Erfolg. Vier Minuten nach Wiederbeginn sorgt Manuel Glowacz aus der Distanz für den Knaller des Nachmittags und bringt seiner Farben in Führung.

Entscheidung durch Nieweler

Und das war noch nicht alles. Malte Nieweler war zehn Minuten im Spiel, nachdem er für Haluk Arslan eingewechselt worden war, als er nach einer feinen Einzelleistung die Entscheidung in Wiedenbrück besorgte. Nach 72 Minuten also wieder drei Tore - wie schon gegen Lotte eine Woche zuvor eine gute Ausbeute.

Zwar ließen die Sportfreunde zwei Minuten vor dem Ende durch Massih Wassey noch den Anschlusstreffer der Gastgeber zu, doch die verbleibende Zeit schaukelten die Boris-Mannen herunter, ohne Gefahr zu laufen, hier noch den Ausgleich kassieren zu müssen.

Poremba nach Steinbach?

Am Rande der Partie kreiste das Gerücht, dass Torhüter Dominik Poremba ein Angebot des frisch gebackenen Hessenliga-Meisters und Regionalliga-Südwest-Aufsteigers TSV Steinbach vorliegen habe. Zu einem möglichen Wechsel über die Landesgrenze bezog der Essener indes keine Stellung.