25 Stunden Training in einer Woche

Winterberg..  Gute Langläufer werden im Sommer gemacht – gemäß dieser alten Trainingsweisheit hatte Langlauf-Landestrainer Stefan Kirchner ein umfassendes Programm für die Schüler, Jugendlichen und Junioren des Westdeutschen Skiverbandes zusammengestellt. „Wir sind auf einem guten Weg“, resümierte der ehemalige Weltcupläufer nach intensiven Trainingswochen. Bis auf einige kleine Infekte und eine Nasen-OP bei Elias Homrighausen sei der Kader gut durch den Sommer gekommen.

Insgesamt drei Trainingslager mit unterschiedlichen Schwerpunktbereichen bildeten die Stützpfeiler eines Aufbauprogramms, das in den heimischen Gefilden ergänzt wurde. Erstmals im Programm war ein Camp im brandenburgischen Jüterbog. Gemeinsam mit etlichen Biathleten stand hier Grundlagentraining auf Skirollern im Vordergrund. Läufe bis zu 100 Kilometern der Jugendlichen und Junioren sowie koordinative und sportartspezifische Trainingsformen standen im Fokus.

Bergtouren, längere Läufe zu Fuß bis hinauf zum Schloss Neuschwanstein sowie Skirollertraining rund um Füssen und Nesselwang bildeten den Schwerpunkt des zweiten Blocks. „Dabei wurden Trainingsumfänge bis 25 Wochenstunden gefahren, abgestimmt auf die entsprechende Altersklasse“, ergänzt Kirchner. Ein weiteres Trainingslager stand in Winterberg an. Drei Tage intensives Training mit abschließendem Laufbandtest – so lautete die Vorgabe für die Sportler aus Wunderthausen, Bad Berleburg, Rückershausen, Erndtebrück, Girkhausen, Oberhundem und Attendorn.

Die zentrale Leistungskontrolle in Oberhof, der Rollercup der Schüler und der WSV-Sommercup gaben zuletzt erste Auskünfte über den Zustand der Athleten. Für einige ist der Abstand zur nationalen Spitze noch groß, doch einige Talente können im Deutschlandcup vorne mitmischen.