2:1 beim FC Hennef macht Griffel Mut

Trainer Ottmar Griffel (rechts) freut sich über das Erfolgserlebnis seiner Mannschaft in Hennef.
Trainer Ottmar Griffel (rechts) freut sich über das Erfolgserlebnis seiner Mannschaft in Hennef.
Foto: Rene Traut

Hennef..  Für Ottmar Griffel (Bild) war es „ein Mutmacher“, für die Sportfreunde Siegen insgesamt ein Erfolgserlebnis. Mit 2:1 (1:1) gewann der Fußball-Oberligist den ersten echten Härtetest dieser Vorbereitungsphase beim letztjährigen Regionalliga-Konkurrenten FC Hennef.

„Eine Mannschaft“, wie der neue Siegener Coach die Gastgeber einschätzt, „die ganz gewiss andere Ambitionen hat als wir.“ Griffel sprach von einem „sehr ordentlichen Auftritt“ seines Teams vor einer „außerordentlich schwer einzuschätzenden Saison“. Lobenswert für den Olper vor allem die Einstellung: „Jeder hat mit viel Herz gespielt.“

Mit 15 Akteuren war der Trainer an den Oberlauf der Sieg gefahren. Der angeschlagene Haluk Arslanm fehlte ebenso wie Keeper Dominik Poremba, der für ein paar Tage nach Bremen gereist war, um dort ein spezielles Torwarttraining zu absolvieren. Diese 15 wurden auf dem Hennefer Kunstrasen komplett zum Einsatz gebracht.

„Nach den Eindrücken, die ich mir in dieser ersten Woche vom Kader gemacht habe, bin ich positiv gestimmt“, hat der A-Lizenz-Inhaber durchaus „hoffnugsvolle Signale“ empfangen. „Dann ist ein solcher Sieg bei einem ambitionierten Gegner natürlich gut für das Gemeinschafts-Gefühl“, so Griffel weiter.

Beim Mitabsteiger aus der Regionalliga unternahm auch Serkan Dalman (Bild rechts) nach überstandener Grippe erste Gehversuche in einem Test. Und der für ihn eingewechselte Abdelhamid Sabiri im offensiven Mittelfeld mit seinen technischen Fähiohkeiten und Abschluss-Sicherheit. Nicht von ungefähr zeichnete der Ex-Darmstädter auch für den Siegtreffer eine Viertelstrunde vor Schluss verantwortlich.

Das Führungstor der Gastgeber durch Rachid Bouallal aus der 19. Minute hatte noch vor der Pause der Bergisch Gladbacher Metin Kizil (35.) erzielt.

Ottmar Griffel hatte seine Mannschaft im 4-4-2-System aufs Feld geschickt und vor allem Wert auf ein schnelles Umschaltspiel gelegt. Die dadurch resultierende optische Überlegenheit der Hennefer wurde durch ein Siegener Chancenplus kompensiert. „Da war auch ein 3:1 möglich“, so Griffel, der noch eine gute Sabiri-Chance kurz vor Schluss notierte.
Hennef - Siegen1:2

Siegen: Duschner - Dalman (65. Sabiri), Beier, Haberkorn, Bauman - Jäger, Zeh, Jost (72. Dincer), Frisch - Kizil (74. Kouskous), Jarecki (70. Valido). - Tore: 1:0 Bouallal (19.), 1:1 Kizil (35.), 1:2 Sabiri (76.).