0:5-Lehrstück beim Meisteranwärter Viktoria Köln
06.11.2011 | 22:40 Uhr 2011-11-06T22:40:00+0100
Köln.Es kam wie es kommen musste. Der TuS Erndtebrück war in seinem NRW-Liga-Spiel gegen den Tabellenführer Viktoria Köln hoffnungslos überfordert und verlor nach fast einstündigem Überzahlspiel mit 0:5. Nach dieser Packung sind die Wittgensteiner als Tabellendrittletzter die Mannschaft mit den meisten Gegentoren der Liga, 37 Stück an der Zahl.
Die Wittgensteiner hatten in der Domstadt darauf gehofft, einen ähnlichen Tag wie Herne zu erwischen. Die Westfalia hatte vor einer Woche den Kölnern die erste Saisonniederlage beigefügt – doch die Geschichte sollte sich nicht wiederholen. Das Team von Heiko Scholz gab sich keine Blöße und fegte die Gäste aus dem Höhenberger Sportpark.
Das Unheil für das Team von Peter Cestonaro begann bereits in der zweiten Minute. Vor 840 Zuschauern lupfte David Müller den Ball über Torwart Göran Renner hinweg zum 1:0 ins rechte Toreck.
„Nach dem Rückstand wollten wir nicht ins offene Messer rennen“, sagte Markus Waldrich nach dem Spiel. Erndtebrück versuchte nun ins Spiel zu finden, war bemüht, doch der TuS hatte lediglich durch Markus Waldrich in der 21. Spielminute eine gute Möglichkeit, doch sein 20 Meter-Schuss segelte am Tor vorbei.
Nur eine Großchance von Markus Waldrich
Richtig Farbe kam ab der 25. Minute ins Spiel - im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Foul an Kevin Schöneberg konterte der Gefoulte mit einem Ellbogenschlag ins Gesicht von Steve Meißner, Schiedsrichter Thomas Altgeld (Bochum) zückte zurecht die rote Karte und verwies den einstigen Profi des 1. FC Köln des Feldes.
Von dem Platzverweis profitierte aber nur der Gastgeber, nicht die Gäste. Die Viktoria hatte noch mehr Platz zu kombinieren und der TuS Erndtebrück beharrte auf seinem Defensivspiel. Vor allem Manuel Glowacz nutzte die Freiheiten und avancierte neben dem dreifachen Torschützen Mike Wunderlich zum überragenden Akteur. Der Sohn des FC-Vizepräsidenten Jürgen Glowacz bereitete drei Treffer vor.
Nachdem Dennis Schmidt per Kopf (34.) und Mike Wunderlich nach einem Eckball (41.) bereits zur Pause für einen Drei-Tore-Vorsprung gesorgt hatten, glich der zweite Abschnitt aus Kölner Sicht einem Schaulaufen gegen überforderte Erndtebrücker. Nach Foul an Fabian Hergesell verwandelte Wunderlich zunächst den fälligen Strafstoß (55.), um anschließend einen weiteren Treffer zu markieren (75.). Und Erndtebrück? In der 61. Minute vergab Waldrich aus drei Metern – es war die einzige Chance.
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