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WM-Edelmetall für Anil Sezen

13.11.2012 | 19:14 Uhr
WM-Edelmetall für Anil Sezen
WM im Rettungsschwimmen in Australien: Anil Sezen (rechts/hier mit Adrian Flügel) holte drei Mal EdelmetallFoto:privat

Adelaide (Australien)/Schwerte. Vier Silber- und drei Bronzemedaillen und Platz fünf in der Nationenwertung lautet die Bilanz der deutschen Rettungsschwimmer bei den Weltmeisterschaften „Rescue“ 2012 in Australien. Erfolg und Misserfolg, Jubel und herbe Enttäuschung lagen für den Rettungsschwimmer Anil Sezen von der DLRG Schwerte in der australischen Küstenstadt Adelaide am Saint-Vincent-Golf dicht beisammen. Sein Gesamtresultat nach den Pool- und Strand-Wettkämpfen: Zwei Mal Mannschafts-„Silber“ und ein Mal Einzel-„Bronze“.

„Beachboys“ gingen leer aus

Eigentlich keine schlechte Ausbeute für den Schwerter, doch rundum glücklich konnte der Sportsoldat der Bundeswehr damit nicht sein. Ausgerechnet bei seiner Paradedisziplin, den „100 Meter Retten einer Puppe mit Flossen“, bei der er Ende September bei der WM-Quali in Warendorf mit 47,80 Sekunden einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt hatte, verpasste er eine erhoffte Einzel-Medaille.

Anil Sezen schwamm zwar mit 47,64 Sekunden noch schneller als in Warendorf und stellte die zweitschnellste Zeit auf, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, da er das Gesicht der Puppe für einen kurzen Augenblick nicht vollständig über Wasser halten konnte. Enttäuschend für Sezen, der sich sogar Hoffnungen auf den Titel gemacht hatte.

Doch der Finaltag der „Res-cue“-WM endete für den Schwerter nach der Disqualifikation doch noch versöhnlich: Mit der Deutschen Nationalmannschaft erreichte Sezen den Vizeweltmeistertitel in der Gurtretter-Staffel hinter China. Als vierter Schwimmer musste Sezen bis zum Anschlag gegen die niederländische Mannschaft kämpfen und schlug mit 0,50 Sekunden Vorsprung an. Damit gewann Sezen bei den Pool-Wettkämpfen zwei Silber- und eine Bronze-Medaille.

Bei den abschließenden Strandwettkämpfen blieb Sezen eine erhoffte Medaille verwehrt. An die Konkurrenz aus Übersee reichten die Leistungen der Deutschen Nationalmannschaft nicht heran. Im Surf Race (400 m Schwimmen im Meer) erreichte der Schwerter keinen Finalplatz. In der Beach-Sprintstaffel verpasste das Deutsche Team das A-Finale, belegte dann aber im B-Finale Platz zwei.

Damit sind die WM-Wettkämpfe der Nationalmannschaften beendet. Für Sezen starten ab dem heutigen Mittwoch die Interclub-Wettkämpfe, bei denen er mit seinem Bruder Atilla Sezen, Kevin Berghoff und Dirk Lauschner für die DLRG Schwerte antritt. Auch das Damenteam der DLRG Westhofen-Garenfeld mit Fabienne Aust, Jasmin Dziuron, Carolin Köferl und Lisa Sittig greift dann in das Wettkampfgeschehen ein.

  • DIE WM-ERGEBNISSE
  • „100 Meter Lifesaver“: Anil Sezen holte hier mit der Deutschen Nationalmannschaft „Silber“ und „Bronze“ im Einzel.


  • „Gurtretter-Staffel“: Anil Setzen erkämpft sich mit der Deutschen Nationalmannschaft zum zweiten Mal „Silber“.

Von Frank Steinseifer

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