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VfL im Kreisderby unter Druck – SCH ohne Angst

02.09.2011 | 19:13 Uhr
VfL im Kreisderby unter Druck – SCH ohne Angst

Schwerte. Schwere Aufgaben warten am dritten Spieltag auf die beiden Schwerter Landesligisten. Der VfL Schwerte empfängt zum Kreisderby den BSV Menden, Aufsteiger SC Hennen muss zu RW Hünsborn.

VfL Schwerte – BSV Menden (Sonntag, 15 Uhr, Schützenhof). Durch die 1:3-Niederlage in Kierspe steht der VfL daheim gegen den blendend gestarteten Kreisrivalen unter Druck. „Wir müssen die Punkte unbedingt zu Hause einfahren“, fordert Trainer Rüdiger Kürschners mit Blick auf die folgenden beiden Auswärtsspiele in Salchendorf und Siegen, weiß natürlich um die Gefahr, tief in den Tabellenkeller rutschen zu können.

Im Vorjahr haben die Blau-Weißen zwei gute Spiele gegen Menden hingelegt und beide gewonnen. „Aber die haben eine ganz andere Mannschaft und sich erheblich verstärkt“, zeigt Kürschners großen Respekt und warnt: „Wer in Siegen einen Punkt holt und erst in der 89. Minute den Ausgleich kassiert, der ist nicht zu unterschätzen.“ Siegens Reserve zählt immerhin zu den Titelfavoriten. Dem 1:1-Remis gegen die Sportfreunde ließen die Gäste einen 2:1-Heimsieg gegen Salchendorf folgen und können im Gegensatz zu den Blau-Weißen ganz locker in dieses Kreisderby gehen.

„Die sind mit ihren schnellen Offensivleuten Sven Barnefske, Marcel Hoffmann oder Mirac Ekinci auswärts noch stärker als zu Hause“, vermutet der Schwerter Coach. Zudem hätten sich die Mendener nach 62 Gegentreffern in der vergangenen Saison auch in der Defensive verstärkt. „So schnell sind die nicht mehr aus dem Rhythmus zu bringen und wissen genau, dass man aus einer Kompaktheit heraus das Spiel nach vorne macht“, erwartet Kürschners einen Gegner, der sich nicht so leicht auskontern lässt: „Da haben wir viel Arbeit vor der Brust.“

Und auch personell werden die Gäste wohl mehr Alternativen haben als der VfL, der neben dem Langzeitverletzten Pascal Schepers weiter auf Jan Söpper (ist in dieser Woche wieder ins Lauftraining eingestiegen), Marcel Radke (Nerv im Rücken eingeklemmt) und möglicherweise auf Tobias Propst (muskuläre Probleme) verzichten muss. Dafür steht Urlauber Welf-Alexander Wemmer wieder zur Verfügung und erstmals Neuzugang Mehdi Kaplan im Aufgebot. Kürschners lässt offen, ob er den Mittelfeldspieler von Beginn an bringt: „Er hat beim ersten Training einen sehr guten, engagierten Eindruck hinterlassen, ihm fehlt aber noch die Bindung zum Spiel.“ Als Option könne der VfL-Coach sich einen Einsatz von Serhat Cakir nach dessen guten Trainingsleistungen vorstellen.

RW Hünsborn – SC Hennen (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz am Löffelberg). Einen Auftakt nach Maß erwischten die Wendener, die nach dem 2:0-Derbysieg zum Auftakt gegen Rothemühle am Vorsonntag beim als Titelaspiranten gestarteten Hasper SV nachlegten und mit 3:1 triumphierten. Diese beiden Ergebnisse verdeutlichen die Schwere der Aufgabe des Aufsteigers beim Tabellenzweiten. „Aber Angst haben wir nicht“, versichert Peter Habermann: „Wenn die Mannschaft weiter diese Spielfreude zeigt, haben wir auch in Hünsborn eine Chance.“

Der 6:2-Sieg gegen Hagen 11 hat dem Aufsteiger zweifellos Selbstvertrauen eingeflößt. Nun fordert der Coach auswärts eine Bestätigung dieser Leistung. Voraussetzung dazu ist eine verbesserte Defensivarbeit, denn dort hat Habermann die einzigen Schwächen bei den Zebras ausgemacht. „Hinten müssen wir disziplinierter stehen und im Mittelfeld noch konzentrierter gegen den Ball arbeiten.“

Die Zebras vertrauen in Hünsborn auf ihre offensiv ausgerichtete Spielweise. „Wir werden uns bestimmt nicht hinten reinstellen, aber auch nicht himmelhoch jauchzend drauflos stürmen“, sagt Habermann. Die Hennener versuchen, mitzuspielen und den Aufbau des Gegners früh zu unterbinden.

Die Rückkehr von Robin Benner (Habermann: „Man hat gesehen, dass er auch im Urlaub etwas getan hat“) beschert dem Aufsteiger personell die Qual der Wahl, zumal sogar Matijas Markovic nach seinem vor zwei Wochen erlittenen Muskelfaserriss schon wieder mittrainierte.

Helmut Muschiol

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