Verbandsliga-Team reist zum Schlusslicht
30.04.2010 | 18:34 Uhr 2010-04-30T18:34:00+0200Schwerte. So allmählich kommen die Handballer auf die Meisterschafts-Ziellinie, geht es in vielen Partien nur noch ums Prestige. Das trifft auch auf die drei höherklassig aktiven Teams der HSG Schwerte/Westhofen zu, die sich nach teilweise turbulenter Saison tabellarisch im Mittelfeld ansiedeln.
Herren-Verbandsliga: SC Eintracht Heessen - HSG Schwerte/Westhofen (Sonntag, 18 Uhr, Sachsen-Halle)
Die leichteste Aufgabe kommt der ersten Herren-Mannschaft zu, denn sie tritt am Sonntagabend in der Sachsen-Halle beim Verbandsliga-Schlusslicht Eintracht Heessen an. „Ein Spiel mit dem höchsten Blamagefaktor“, weiß Trainer Kai Harbach, dass die ganze Liga lachen würde, wenn die Hammer Vorstädter, deren Abstieg aufgrund des großen Aderlasses und einer kaum landesliga-tauglichen Besetzung bereits vor dem Meisterschaftsstart feststand, ausgerechnet gegen Schwerte/Westhofen ihre ersten Saisonpunkte einfahren würden.
„Wir respektieren wirklich jeden Gegner“, fürchtet Harbach keine Überheblichkeit seiner Schützlinge und setzt darauf, dass noch genügend Ehrgeiz vorhanden ist, sich vom derzeit siebten Platz nach vorne zu schieben. Schließlich besteht sogar noch die Chance, auf Rang vier zu landen, wenn sowohl in Heessen als auch daheim gegen Hüllhorst gewonnen wird. Natürlich hat Harbach die Pleite in Oberaden und den desolaten Auftritt in Möllbergen nicht vergessen. Gerade deshalb möchte er die maue Auswärtsbilanz mit einem möglichst überzeugenden Erfolg (Hinspiel: 40:22) aufgebessert sehen. Ausfälle gibt es nicht, aber Höntsch und Thäsler sind angeschlagen und werden nur bedingt zum Einsatz kommen.
Herren-Bezirksliga:Schwerte/Westhofen II - TuS Volmetal II (Sonntag, 17 Uhr FBG-Halle)
Am Sonntag feiert die Reserve mit dem Match gegen den Bezirksliga-Vierten aus Volmetal ihren Heimspiel-Ausklang. „Dieser Gegner liegt uns mit seiner sehr offensiven Abwehr nicht sonderlich, aber ich setze auf den Heimvorteil und den Willen der Mannschaft, sich für das 24:29 der Hinserie zu revanchieren“, hofft Interimscoach Stefan König, dass die HSG-Zweite unter den Augen ihres künftigen Trainers Peter Bachmann eine ordentliche Vorstellung gegen die Reserve des Oberliga-Absteigers abliefert, zumal bis auf Rouven Bromberg (Kreuzbandriss) die Stammformation zur Verfügung steht.
Damen-Landesliga: HSG Lennestadt-Würdinghausen – Schwerte/Westhofen (So., 18 Uhr, SH Megge)
Nicht dabei sein wird Routinier Henning Becker wenn die zweite Herrenmannschaft gegen Volmetal antritt, denn der muss als Coach der Landesliga-Damen nach Meggen, wo morgen um 18 Uhr das Saisonfinale bei Abstiegskandidat Lennestadt-Würdinghausen steigt.
„Kein gerade glücklicher Termin, aber wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen“, wird Becker mit seiner stark verjüngten Truppe (diesmal rückt wieder Paula Petersen ins Tor, erstmals wird Annelie Küper dabei sein) per Minbisu anreisen, „damit wir auf der Rückfahrt auch das eine oder andere alkoholische Getränk zu uns nehmen können.“ Ein Sieg im Gepäck wäre der beste Stimmungsmacher für eine Saison-Ausklangsparty und darf vom frischgebackenen Meister-Bezwinger eigentlich auch erwartet werden, zumal die Schwerterinnen im Hinspiel (24:12) keinerlei Probleme hatten.
0mitdiskutieren