Badminton
Torben Trapp Deutscher Meister
16.02.2010 | 20:04 Uhr 2010-02-16T20:04:00+0100Schwerte. Vom Fußball zum Badminton - zweifelsfrei ein ungewöhnlicher Schritt. Torben Trapp hat ihn nie bereut. Am Sonntag wurde der für den BC Hohenlimburg startende Schwerter mit seinem Partner Deutscher Meister der U15 im Doppel.
Zwei Wochen zuvor hatte er sich in der gleichen Disziplin bei den Westdeutschen den Titel gesichert.
„Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann noch gar nicht so richtig fassen, was da heute passiert ist”, befand der 14-jährige Schüler des Ruhrtal-Gymnasiums unmittelbar am Sonntag, nachdem er mit seinem Partner Lars Schänzler (Brauweiler) die favorisierten sowie an Nummer eins gesetzten Johannes Pistorius und Fabian Roth (Freystadt/Neusatz-Bad Herrenalb) bezwungen hatte. Einen Tag später wirkte er im Gespräch mit unserer Sportredaktion schon wieder gelassener: „Gerechnet”, versicherte Torben Trapp, „habe ich nicht damit. Das kam total überraschend.”
Nur krasser Außenseiter
Der Schwerter galt in Wesel, wo von Freitag bis Sonntag die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften ausgetragen wurden, mit seinem Partner als krasser Außenseiter. Sie konnten gegen die aus Bayern und Baden-Württemberg stammenden Konkurrenten in der gesamten Saison nicht einmal gewinnen. „Normalerweise”, so Trapp, „sind die eigentlich viel stärker als wir. Doch diesmal hat es irgendwie gepasst.” Dabei nahm das Finale zunächst den erwarteten Verlauf, siegten die Favoriten im ersten Satz deutlich mit 21:13. Im zweiten Durchgang agierten Trapp/Schänzler druckvoller und gewannen mit 21:13. Doch im dritten Satz lagen sie schnell mit 4:13 schon aussichtslos zurück, ehe sie sich Punkt für Punkt heran kämpften und beim 15:15 wieder ausglichen. „Wir haben in dieser Phase keinen Fehler mehr gemacht und die Gegner wurden immer nervöser”, analysierte Torben nach dem Spiel. Nach dem Ausgleich waren der Schwerter und sein Doppelpartner auf dem Weg zum ersten Deutschen Meistertitel dann nicht mehr zu stoppen. Vergessen waren danach auch seine Niederlagen im Einzel und im Mixed.
Mit 14 Jahren Deutscher Meister, dass ist allemal aller Ehren wert, zumal Torben erst seit gut zweieinhalb Jahren diese Sportart betreibt. Zuvor hat er Fußball gespielt, im Tor. Erst beim SV Geisecke, dann in der E- und D-Jugend von Borussia Dortmund. „Doch der Druck wurde zu groß, da habe ich aufgehört”, begründet der Gymnasiast, warum er den Leder- mit dem Federball getauscht hat. „Es hat keinen Spaß mehr gemacht.” Das hatte nichts damit zu tun, dass Torben eingefleischter Fan des VfL Bochum ist und von seinen Mitspielern oft gefrozzelt wurde. „Natürlich haben sie mich geärgert, wenn wir einen Gegentreffer kassiert haben. Sie meinten dann immer, den hätte ich extra durchgelassen.”
Den Spaß hat der damals Elfjährige beim Badminton schließlich wieder gefunden, zunächst hobbymäßig beim BC Schwerte. Da er aber leistungsorientiert spielen und trainieren wollte, wechselte er zum BC Hohenlimburg. Dort ging es schnell aufwärts, Torben wurde nach einem halben Jahr in den Landeskader berufen und spielte sich obendrein binnen zweieinhalb Jahren in der NRW- und Deutschen Rangliste auf vordere Plätze. Viermal in der Woche trainiert er dafür, dreimal in Hohenlimburg und immer dienstags in Mühlheim mit dem Landeskader. Trotzdem bleibt noch genügend Zeit für den 14-Jährigen, um sich mit Freunden zu treffen oder Gitarre zu spielen.
Druck beim Fußball zu groß
Natürlich will der Schwerter seinen Meistertitel verteidigen. „In zwei Jahren”, so Torben selbstbewusst, „will ich wieder Deutscher Meister werden.” Und warum nicht schon im nächsten Jahr? „Da werde ich keine Chance haben.” Denn nach Ostern rückt der Schüler, der im September seinen 15. Geburtstag feiert, in die U17 auf. „Die Konkurrenten sind alle älter, da wird es für mich überhaupt schwer, zu den Titelkämpfen zu kommen.” Die Außenseiterrolle weckt aber seinen Ehrgeiz: „Ich will so gut spielen, wie es geht.” Möglicherweise gibt es dann ja schneller als erwartet weitere Überraschungen . . .
20:26
kan doch mal pasiren
07:21
Man kann sich doch mal vertan....
Weiter so!
18:33
beim Deutscen Meister fehlt das h