Titelanwärter wartet zum Start
13.08.2010 | 15:27 Uhr 2010-08-13T15:27:00+0200
Schwerte.Zumeist mit hängenden Köpfen verließen die Akteure des VfL Schwerte in der vergangenen Saison den Platz. Der Abstieg aus der Westfalenliga konnte nicht verhindert werden.
In der Sommerpause wurde der Neustartknopf gedrückt, in Rüdiger Kürschners ein neuer Trainer präsentiert und der Kader komplett aufgefrischt. Sonntag zum Saisonstart in Hohenlimburg (15 Uhr) wird sich zeigen, ob das neue Team gleich wieder mit einer breiten Brust vom Platz gehen kann.
„Man darf nicht außer Acht lassen, dass Hohenlimburg der große Favorit der Liga ist“, warnt Kürschners vor der schweren Aufgabe. Das Heimteam will mit aller Macht in die Westfalenliga, hat den ehemaligen BVB-Profi Björn Mehnert als Spielertrainer verpflichtet.
Wie stark die Hohenlimburger sind, durfte Kürschners am vergangenen Sonntag miterleben. Er sah das Testspiel des HSV gegen den ambitionierten Bezirksligisten TuS Wengern. 5:0 hieß es am Ende für Hohenlimburg. „Damit war Wengern noch gut bedient. Unser Gegner hat mich beeindruckt“, sagt Kürschners.
Er sieht sein Team aber bestimmt nicht chancenlos. In der Vorbereitung zeigte seine Mannschaft nämlich, dass sie gegen spielstarke Teams gut mithalten kann. Gegen den Westfalenligisten ASC 09 Dortmund (0:2) war der VfL lange ein ebenbürtiger Gegner.
Die Blau-Weißen müssen aber die taktischen Vorgaben des Trainers umsetzen, um erfolgreich zu sein. Der setzt weiter auf eine Viererkette und die Doppelsechs. „In erster Linie müssen wir defensiv sicher stehen und uns nicht locken lassen“, warnt der Coach. Er weiß auch, dass sein Team Probleme hat, ein Spiel selbst zu diktieren. Dafür ist die Mannschaft noch nicht eingespielt genug. Zumeist laufen alle Angriffe nur über Serkan Arslan und Berkan Vardi. Von Arslan verlangt Kürschners, dass er sich nur in den Dienst der Mannschaft stellt und nicht die Konfrontation mit dem Schiedsrichter sucht. „Denn damit schadet er nur dem Team.“
Der zweite Antreiber, Berkan Vardi, ist noch angeschlagen. Sein Einsatz entscheidet sich erst kurz vor dem Anpfiff. Hinter Mehmet Aslan und Stefan Kraus stehen ebenfalls noch Fragezeichen. Definitiv wird Innenverteidiger Marcel dos Santos ausfallen, er weilt weiterhin im Urlaub. Ersatz ist aber schnell gefunden. Seinen Platz nimmt Philipp Krause ein. Kürschners sah eine ganz starke Vorbereitung seines Nachwuchsspielers. „Philipp ist ein aggressiver, kopfballstarker Akteur. Auf ihn kann ich mich verlassen.“
Im Sturm wird wieder Alexander Klusch auflaufen. Zuletzt musste er aufgrund einer Prellung noch aussetzen. Unter der Woche konnte der Neuzugang aber schon wieder laufen. „Das wird bis Sonntag klappen“, sagt Kürschners.
Auf geht’s, VfL. Jetzt wollen die eigenen Fans sehen, wie oft sie in dieser Saison Spieler mit einem Lächeln im Gesicht nach dem Abpfiff empfangen werden.
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