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Super Stimmung auf der Rückfahrt

30.08.2010 | 19:05 Uhr
Super Stimmung auf der Rückfahrt

Schwerte.Wie wichtig Mehmet Aslan für den VfL Schwerte ist, hat er am Sonntag eindrucksvoll bewiesen. Als der gegen Weißtal wegen einer Prellung fehlende Stürmer nach einer mäßigen und torlosen ersten Halbzeit eingewechselt wurde, lief es plötzlich bei den Blau-Weißen, die beim TuS Plettenberg mit 3:0 ihren ersten Saisonsieg feierten.

Mehmet Aslan trug sich zwar nicht selbst in die Torschützenliste ein, doch seine Präsenz auf dem Platz sowie sein unermüdliches Reden mit den jungen Akteuren, hat dazu beigetragen, dass der VfL immer besser ins Spiel fand. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft lockerer wurde“, lobte Trainer Rüdigers Kürschners den 27-jährigen Leitwolf, der eigentlich maximal nur die letzten zwanzig Minuten spielen wollte. Doch wegen der Wadenverhärtung von Alexander Klusch ging Kürschners das Risiko ein, brachte Aslan schon in der Halbzeit. Und das war gut so.

Denn zunächst passten sich die Schwerter der nervösen Spielweise des Gegners an. „Fußballerisch haben wir trotz der Niederlagen in den ersten beiden Partien weitaus mehr gezeigt, unser Spiel war einfach flüssiger“, gibt Kürschners zu. Die rustikale Gangart des Gegners bereitete seiner Mannschaft sichtlich Probleme, auch weil die Plettenberger tief standen und die Schwerter dadurch das Spiel machen mussten. „Zähflüssig“, nannte der VfL-Coach den Auftritt im ersten Durchgang. Vielleicht wäre es den Schwertern etwas leichter gefallen, wenn Jonathan Zunda die frühe Führung erzielt hätte, als er unbedrängt zum Kopfball gekommen war. „Sicherlich muss man solche Chancen nutzen, aber es sind junge Spieler, mit denen man Geduld haben muss“, weiß Kürschners.

Er selbst wirkte nicht immer geduldig an der Seitenlinie, denn immer wieder versuchte er lautstark taktische Korrekturen vorzunehmen. Die Abstimmung zwischen Abwehr, Mittelfeld und dem vorderen Bereich stimmte überhaupt nicht. „Wir standen zu weit auseinander und haben zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, bemängelte der Coach. Erst nach Wiederbeginn stellten die Schwerter die Räume zu, machte sich endlich auch die taktische Umstellung bemerkbar, hatte Kürschners Mehmet Tuday als defensiven Mittelfeldspieler von der Außen- auf die Sechserposition gesetzt, so dass Pascal Schepers weiter in die Offensive rücken konnte. Der ist momentan bärenstark nach vorne“, lobte Kürschners das Eigengewächs.

Schepers bärenstark

Nicht von ungefähr erzielte Schepers auch die wichtige Führung, die endgültig den blau-weißen Motor zum Laufen brachte. Sehenswert danach der Freistoßtreffer durch Berkan Vardi zum 2:0. „Das haben wir am Freitag im Training einstudiert“, erklärte Kürschners. Mit Effet drehte Vardi den Ball um die Mauer flach ins lange Eck. Als der 20 Sekunden zuvor eingewechselte Alexander Peters mit seinem ersten Ballkontakt fünf Minuten vor dem Endstand zum 3:0 traf, war die Schwerter Fußball-Welt schon längst wieder in Ordnung. Auf der Rückfahrt im Bus herrschte eine super Stimmung, obwohl der VfL nach einem Unfall 30 Minuten im Stau steckte.

Kürschners und sein Trainerteam wollen jetzt daran arbeiten, dass Spieler wie Serkan Arslan und auch Mehmet Aslan so schnell wie möglich wieder richtig fit werden. Derweil werden die Blau-Weißen

ihren Kader weiter durch eigene Nachwuchstalente aufstocken, sollen ein Innenverteidiger, ein Stürmer und ein offensiver Mittelfeldakteur aus der eigenen Jugend noch hochgeschrieben werden.

Helmut Muschiol

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