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Fußball

Strahberger wirft das Handtuch

03.02.2010 | 13:52 Uhr

Wandhofen. Zumeist werfen Fußballtrainer das Handtuch, wenn ihre Mannschaften im Abstiegskampf stecken und sie mit dem Rücktritt ein Zeichen setzen wollen, um doch noch das rettende Ufer zu erreichen.

Mit dem Abstieg hat der TuS Wandhofen wahrlich nichts zu tun, vielmehr liegt die Mannschaft in der Iserlohner B-Liga West als Tabellendritter aussichtsreich im Titelrennen. Lediglich vier Zähler trennen die Wandhofener vom punktgleichen Spitzenduo Holzpfosten Schwerte und VfR Lasbeck.

Nimmt jetzt die Mannschaft in die Pflicht: Präsidiumssprecher Ralf Wehmeier.

Doch am Sonntag hat Trainer Siegfried Strahberger völlig überraschend mit sofortiger Wirkung seine Demission eingereicht. „Er war mit der Trainingsresonanz zuletzt nicht mehr zufrieden”, erklärt Wandhofens Präsidiumssprecher Ralf Wehmeier und muss einräumen, dass aufgrund der schlechten Witterung zweifelsfrei einige Akteure wohl lieber daheim auf der Couch geblieben sind. Strahberger ist allerdings ein akribisch arbeitender Trainer, der verständlicherweise viel Wert auf eine gute Kondition legt.

Mannschaft jetzt in der Pflicht

Leitet vorerst mit Spielführer Kiki Stritz das Training: Uwe Seidel.

Wehmeier bedauert den Rücktritt: „Mir persönlich tut es sehr leid, zumal er gute Arbeit geleistet hat. Außerdem bin ich gut befreundet und menschlich auf einer sehr engen Ebene mit ihm.” Vorerst werden Uwe Seidel („Ich kann nur hoffen, dass es besser wird. Aber es wäre für den Verein dumm gewesen, wenn ich auch hingeworfen hätte”) und Spielführer Kiki Stritz die Mannschaft übernehmen, solange bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. „Wir werden bei der Suche aber nicht in Panik verfallen”, vertraut Wehmeier vorbehaltlos der internen Lösung, nimmt obendrein die Akteure in die Pflicht und fordert eine passende Antwort: „Ein Großteil der Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, diese Situation mit herbeigeführt zu haben. Sie steht jetzt mit in der Verantwortung.” Dies habe man dem Team am Dienstagabend auch unmissverständlich klar gemacht.

„Wir werden jetzt aber nicht in ein Loch fallen”, blickt Wehmeier trotzdem dem weiteren Saisonverlauf optimistisch entgegen. Man habe gerade aufgrund der Titelambitionen nach einer schnellen internen Lösung gesucht, um kein Vakuum entstehen zu lassen. Er ist davon überzeugt, dass die Mannschaft bis zum Rückrundenstart über die nötige Fitness verfügt und wieder so gefestigt ist, um weiter oben mitspielen zu können.

Helmut Muschiol

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