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Stickan-Sieben fügt Spitzenreiter erste Niederlage zu

12.02.2012 | 17:54 Uhr
Stickan-Sieben fügt Spitzenreiter erste Niederlage zu
Trainer Sascha Stickan hat seine Schützenling gut auf den Spitzenreiter eingestellt.

Schwerte.   Was für ein Paukenschlag durch die Handball-Damen der HSG Schwerte/Westhofen: Der Verbandsliga-Aufsteiger sorgte für die bislang größte Überraschung der gesamten Saison und feierte beim bislang unbesiegten Spitzenreiter SC Westfalia Kinderhaus, dem man ja schon im Hinspiel den ersten Minuspunkt beigefügt hatte, einen 24:19 (13:10)-Erfolg.

Nutznießer war der TuS Drolshagen, der seine Heimaufgabe gegen Halden-Herbeck mit 31:24 löste und die Tabellenführung übernahm.

„Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen Witten aufgehört haben“, lobte HSG-Coach Sascha Stickan seine Schützlinge, die schon in der Anfangsphase andeuteten, dass sie keinerlei Respekt vor den körperlich robusten Münsteranerinnen hatten.

Mit wuchtigen Aktionen setzte Kristian Seelbach erste Akzente. Und weil auch Anna Köhler sofort im Spiel war, konnte eine 5:2-Führung (10.) herausgeworfen werden. Die Westfalia kam zwar zum 7:7-Ausgleich (18.), doch die Führung blieb ihnen verwehrt, weil die Gäste hervorragend in der Deckung arbeiteten, zudem in Patricia Lemke eine herausragende Torhüterin besaßen, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte. So ging Schwerte mit einer 13:10-Polster in die Pause.

In Durchgang zwei zahlte sich die hohe mannschaftliche Geschlossenheit besonders aus. „Wir haben von allen Rückraum-Positionen aus Druck gemacht. Kinderhaus konnte sich nie auf uns einstellen, weil auch die eingewechselten Spielerinnen sofort im Rhythmus waren, die Abwehr weiter auf höchstem Niveau geackert hat“, resümierte Stickan. Nach 45 Minuten hatte sich die HSG auf 20:15 abgesetzte, musste dann aber eine kritische Phase überstehen, denn Kinderhaus lockerte wie im Hinspiel die Deckung, erzielte drei Tore in Serie und verkürzte sogar, nachdem Lemke nach Zusammenprall mit einer in den Kreis fliegenden Gegenspielerin die Rote Karte kassiert hatte, in Unterzahl das 19:20.

Kinderhaus stand dicht davor, das Match zu drehen, hatte die Rechnung aber ohne Paula Petersen gemacht. Die Schwerter Keeperin wehrte gleich einen Gegenstoß ab, fügte eine weitere Parade bei und brachte die Müsteranerinnen mit einem abgewehrten Siebenmeter endgültig zur Verzweiflung. Ebenso wichtig waren die cleveren Aktionen von Spielmacherin Agnetha Peters und zwei freche Abschlüsse der von ihr bedienten Kreisläuferin Joyce Wicke, die den Titelkandidaten endgültig aus der Bahn warfen. In zwei Wochen empfangen die Schwerterinnen den punktlosen Tabellenletzten aus Hohenlimburg, doch zuvor soll der erneute Einzug ins Pokalfinale perfekt gemacht werden.

Das nächste Spiel:

Bernd Großmann

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