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Sonntagsschuss besiegelt VfL-Pleite

05.09.2010 | 23:43 Uhr
Sonntagsschuss besiegelt VfL-Pleite

Schwerte.Der VfL Schwerte muss weiter auf seinen ersten Heimsieg warten. Nach einer über weite Strecken mäßigen Leistung unterlagen die Blau-Weißen dem Hasper SV mit 1:2 (0:1) und bleiben damit vorerst in den unteren Tabellenregionen.

Die Hagener traten allerdings keineswegs wie eine Spitzenmannschaft auf, hatten bei ihren beiden Treffern viel Glück. Beim 0:1 wurde ein harmloser Distanzschuss von Marcel dos Santos unglücklich abgefälscht und fiel genau vor die Füße von Sadat Dautovic, der von Dominik Buchwald nicht energisch attackiert wurde und den im kurzen Eck stehenden VfL-Schlussmann Kai Knies eiskalt mit einem Heber ins lange Eck überwand. „Kai hätte in der Mitte stehen bleiben müssen“, bemängelte Trainer Rüdiger Kürschners das Stellungsspiel des Keepers, aber zugleich auch die Untätigkeit von Buchwald. Das 2:0 erzielte Sheira Bitendere zwölf Minuten vor dem Ende mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern, der Ball landete unhaltbar für Knies im rechten Tordreieck. Allerdings hätten die Schwerter zuvor nach Ballbesitz das Spielgerät längst aus der Gefahrenzone befördern müssen. So gelang Marcel dos Santos drei Minuten später nur noch der Anschlusstreffer, nachdem Schlussmann Hamann Buchwalds Kopfball noch glänzend pariert hatte. Gegen den Abstauber war er indes machtlos.

Nach dem Sieg am Vorsonntag in Plettenberg kamen die Blau-Weißen gegen Haspe im ersten Durchgang nie richtig ins Spiel, entwickelten vor allem im Offensivbereich keinen Druck und vertändelten obendrein viele Bälle im Mittelfeld. Da auch die clever wirkenden Hagener sich zahlreiche leichtfertige Ballverluste leisteten, sahen die Zuschauer mitunter ein Fehlpass-Festival, blieben hüben wie drüben die Torleute zunächst beschäftigungslos. Erst nach 25 Minuten kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Möglichkeit: Berkan Vardi setzte sich an der Strafraumgrenze gegen drei HSV-Akteure durch, verzog dann aber kläglich.

Danach fiel wie aus heiterem Himmel die Hasper Führung, die Schoppen kurz vor der Pause fast noch ausgebaut hätte, als der herauslaufende Knies den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone gegrätscht hatte. Sein Schuss landete aber über dem verwaisten VfL-Gehäuse.

Nach Wiederbeginn agierten die Schwerter etwas druckvoller, jedoch landeten nach wie vor viele Pässe beim Gegner, weil oftmals der Ball zu lange gehalten wurde und erst in Bedrängnis abgespielt wurde. Dadurch brachten sich die Gastgeber bei der Spielöffnung von hinten heraus durch vermeidbare Fouls selbst in Gefahr. So wie bei Amarals 20-Meter-Freistoß, den Knies sehenswert aus dem bedrohten Eck fischte (49.).

Auf der Gegenseite brannte es erstmals lichterloh nach einer Kopfball-Rückgabe auf den schon herausgeeilten HSV-Keeper Hamann. Das Leder trudelte allerdings knapp am linken Pfosten vorbei. Nach der anschließenden Ecke kratzte Bitendere Zundas Kopfball auf der Torlinie.

In der 73. Minute schien der Ausgleich fällig, aus spitzem Winkel hätte Vardi den Ball nur quer auf Zunda oder Aslan legen müssen. Stattdessen versuchte er es selber und traf das Außennetz.

Kurz vor dem 2:0 konnte sich Knies noch auszeichnen, klasse faustete er Dautovic’ präzisen Kopfball über die Torlatte. Wenig später zappelte der Ball aber doch noch im Netz.

Helmut MUschiol

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Kommentare
06.09.2010
09:39
Sonntagsschuss besiegelt VfL-Pleite
von Christian | #2

Der HSV hat ca. 70-80% Ballbesitz, war also sehr dominant. Die letzte offensive Konsequenz hat lediglich gefehlt, da hätte der Ball in die Tiefe viel schneller gespielt werden müssen.

06.09.2010
09:25
Sonntagsschuss besiegelt VfL-Pleite
von HSV | #1

Die Hagener traten keineswegs wie eine Spitzenmannschaft auf...
Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!:D
Von Schwerte hatten alle viel mehr erwartet.Da kam ja mal gar nichts!

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