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Sportlerehrung der Stadt

Schwertes Botschafter

10.02.2012 | 21:57 Uhr
Schwertes Botschafter
Schwertes Sportler wurden im Freischütz geehrt.

Schwerte.   Die Stadt rief und die Sportler kamen. Bürgermeister Heinrich Böckelühr ehrte am Freitagabend 87 Aktive der Stadt Schwerte.

Kurz verlor Guido Böse die Kontrolle über sich, das verrieten die erweiterten Pupillen. Dass er bei der Sportlerehrung der Stadt Schwerte aufgerufen wurde, um den Ehrenteller der Stadt entgegenzunehmen, überraschte ihn. „Damit konnte ich doch nicht rechnen“, sagte der Kampfsportler und Geschäftsführer der Budogemeinschaft Schwerte.

Den Ehrenteller erhalten Schwerter Sportler einmal im Jahr für ihre überragenden Leistungen. Böse erhielt ihn für seine sportlichen Erfolge und für seine Verdienste um den Budosport in Schwerte.

Er gewann nicht nur zweimal die Goldmedaille bei der Europameisterschaft 2011, er war auch maßgeblich daran beteiligt, dass der Klub ein neues Kampfsportzentrum aufbaute.

„Es freut mich vor allem für unseren Sport, dass ich diesen Preis bekommen habe. So werden wir bekannter. So kann ich sagen, dass wir keine Türsteher ausbilden, sondern Kindern und Erwachsenen beibringen, die Kontrolle über ihren Körper zu erlagen“, sagte Böse, der zuvor mit mit einigen Sportlern eine Budo-Show den Zuschauern präsentierte.

Die Sportler flogen durch die Luft, schmissen sich gegenseitig auf die Matten und zerbrachen mit zwei Fingern Holzplatten. Die Besucher im Freischütz staunten, hielten den Atem an und klatschten.

Aber nicht nur für die Kampfsportler. Auch für die insgesamt 87 vom Bürgermeister ausgezeichneten Schwerter Sportler. Wer bei einer Deutschen Meisterschaft, einer Europa- oder Weltmeisterschaft 2011 unter den ersten Sechs in seiner Sportart landete, stand auf der Schwerter Bühne und wurde vom Bürgermeister Heinrich Böckelühr geehrt. Der Bürgermeister nannte die Sportler allesamt Botschafter der Stadt Schwerte.

Seit Jahren gehören Else Lemmes und Peter Herrmannsen dazu. Sie schreien mit ihren Erfolgen seit Jahrzehnten ganz laut den Namen Schwerte über die Stadtgrenzen hinaus. Beide sind 85 Jahre alt. Beide weisen unzählige Titel bei Deutschen Meisterschaften auf. Lemmes gewann erst 2011 den Titel des Deutschen Meisters bei den Rettungsschwimmern. „Aufhören? Nein! Auch 2012 greif ich wieder an“, sagte sie gestern.

Den Titel des Sport-Ass des Jahres gewann der Leichtathlet Pablo Nolte, vor der Schiedsrichterin Annika Paszehr und dem Futsaler Nils Klems. Nolte sicherte sich 2011 die Silbermedaille im Diskuswurf der Jugend. Jetzt ist er zu den Junioren (U23) aufgerückt. „Auch hier will ich mich beweisen. Zu den Top -Acht möchte ich schon gehören“, sagte Nolte.

Auf der Liste der Geehrten stand auch der BVB-Profi Patrick Owomoyela. „Er ist ein ganz berühmter Sohn unserer Stadt“, begründete Böckelühr. Ob der BVB-Spieler so bezeichnet werden kann, ist dann doch zu bezweifeln, auch wenn er in Schwerte wohnt. Anwesend war der Deutsche Meister nicht. Trotzdem hat die Stadt ein gelungenes Fest für den Schwerter Sport präsentiert. Gute Leistungen, gute Feier.

Thomas Schulzke und Helmut Muschiol

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