Schwerte ohne Sechs nach Dröschede
14.04.2010 | 17:28 Uhr 2010-04-14T17:28:00+0200Schwerte. Frustriert ist Svante Rasmus. Gar deprimiert. Die erste Diagnose seines Arztes lautete Außenbandriss. Der Defensivspezialist des VfL Schwerte fällt nicht nur am Donnerstag (19 Uhr) gegen Borussia Dröschede aus, ihm droht sogar das Saison-Aus.
„Am Donnerstag unterziehe ich mich einer Kernspintomographie. Es kann sein, dass auch das Syndesmoseband gerissen ist”, sagt Rasmus.
Für den VfL ist das vor dem wichtigen Duell beim Tabellen-Zwölften eine weitere Hiobsbotschaft. Trainer Olaf Muschal muss nämlich aktuell auf sechs Akteure verzichten. Neben Rasmus fallen noch Mehmet Aslan, Muhammet Aydin, Tim Mühlhof, Björn Goeseke und Daniel Benda aus. Zudem ist der Einsatz von Andre´ Kötter noch nicht gesichert.
Ebenbürtiger Gegner
Dass die Mannschaft trotzdem noch in der Lage ist, in der Westfalenliga mit jedem Team mitzuhalten, hat sie in den vergangenen Partien gezeigt. Gegen die Spitzenteams aus Recklinghausen (1:1), Erkenschwick (0:0) und Oestrich (0:2) waren die Blau-Weißen mindestens ein ebenbürtiger Gegner.
Das große Manko des Teams ist aber die Chancenverwertung. Erst 23-mal trafen die Spieler vom Schützenhof in dieser Saison ins gegnerische Tor. Das ist der Negativwert der Liga. „Torchancen spielen wir uns genügend heraus, wir müssen aber einfach konzentrierter vor dem Tor sein”, sagt Muschal.
Die Zielgerade
Viele Chancen zum üben werden die VfL-Spieler nicht mehr bekommen. Die Saison biegt nämlich auf die Zielgerade ein - und noch immer steht der VfL auf einem Abstiegsplatz. Drei Punkte beträgt der Abstand zum rettenden Ufer, an dem Teutonia/Sus Waltrop seit Wochen wie festbetoniert steht.
Verlassen kann sich Muschal zumindest auf die Defensive. Seit der Rückkehr von Marcel dos Santos kommen die Gegner kaum zu Torchancen. Damit wäre das Fundament für einen Sieg eingentlich gelegt, wenn die Offensiv-Spieler nur treffen würden.
Selbstbewusster Gehrmann
Holger Gehrmann, Trainer von Borussia Dröschede, kündigt vor dem Duell an: „Wir müssen unser Heil dann auch in der Offensive suchen”, und fügt an, dass die Partie gegen den VfL für seinen Klub ein Schlüsselspiel sei. Er findet sprachliche Superlative: „Das ist ein Mega-Big-Point-Spiel!”
Mit einem Dreier könnten die Borussen den Vorsprung zur Gefahrenzone auf zwölf Zähler ausbauen. „Eigentlich müssten wir in der Tabelle acht Plätze besser stehen”, sagt der Coach selbstbewusst.
Siegtor durch Aslan
Im Hinspiel zeigt Dröschede aber nicht, dass es acht Plätze besser stehen müsste. Der VfL gewann damals durch einen Last-Minute-Treffer von Mehmet Aslan mit 2:1. Der Torschütze kann diesmal nicht dazu beitragen, dass der VfL möglicherweise zu Waltrop aufschließt. Er ist natürlich verletzt.
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