SCH fast gerettet - Machtwechsel an Spitze
14.02.2010 | 20:04 Uhr 2010-02-14T20:04:00+0100Schwerte. Auch ohne Winterurlauber Christoph Schulte haben die Damen des SC Hennen die Pflichtaufgabe beim Vorletzten erfüllt und den vierten Tabellenplatz verteidigt. Im Topspiel gelang der SG Hörde/Schwerte die Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage und somit der Sprung an die Tabellenspitze.
VV Humann Essen III - SC Hennen 2:3 (22:15, 15:25, 25:23, 25:18, 6:15).
„Wir sind auf einem guten Weg, den Klassenerhalt nicht erst am letzten Spieltag sicher zu stellen”, freute sich der Trainer im österreichischem Saalbach über die positive Nachricht aus Deutschland: „Wir waren immerhin mal Letzter.” Doch in Sicherheit kann sich der Aufsteiger bei sechs Punkten Differenz auf den Relegationsplatz noch nicht wähnen. Um die letzten Zweifel zu beseitigen, benötigen sie noch einen Sieg aus den letzten drei Spielen.
Für Schulte hatte Heike Dornseiff die Mannschaft gegen Essen gecoacht - und sie musste einige Umstellungen vornehmen, da neben der 1. Zustellerin Isabell Mai auch Libera Lisa Düchting und die zuletzt so überragende Mittelblockerin Tina Mäffert fehlten. Entsprechend langsam fanden die SCH-Damen ins Spiel, gerieten im ersten Satz hoch in Rückstand, konnten den Durchgang aber noch drehen und knapp für sich entscheiden. Den zweiten Satz gewannen sie souverän und führten im dritten Satz bereits mit 18:12, ehe urplötzlich der Faden riss.
Im vierten Satz völlig von der Rolle
„Die Mädels hatten wohl gedacht, die Partie wäre schon gelaufen”, mutmaßte Schulte. Stattdessen gab es ein böses Erwachen. Essen gewann den Satz und glich anschließend sogar zum 2:2 aus, da Hennen im vierten Abschnitt völlig von der Rolle war. Im Tie-Break erwachten die SCH-Damen wieder aus ihrer Lethargie, gingen duch eine gute Aufschlagsserie schnell hoch in Führung und gewannen den entscheidenden Satz ohne Mühe.
Ein Lob gab es noch für Annika Neumann, die wegen ihres Studiums nicht mehr trainieren kann und kaum noch spielt. Sie hatte sich aufgrund der personellen Notlage als Libera zur Verfügung gestellt.
SCH: Oefner, Klohs, Jansen, Schwarz, Marx, Zenn, Scheffer, Neumann. Das nächts Spiel: SC Hennen - TB Höntrop (Sa., 20. Februar, Hauptschule Hennen).
Plötzlich taktische Vorgaben über Bord geworfen
TB Höntrop - SG Hörde/Schwerte 2:3 (13:25, 25:19, 25:13, 15:25, 11:15).
Dabei ist „spannend” das Attribut, das den Spielverlauf zutreffend beschreibt. Die Spielgemeinschaft legte los wie die Feuerwehr, setzte sich schnell - vor allem über gute Aufschläge - entscheidend ab und beendete nach nur 17 Minuten souverän den ersten Durchgang.
Da dachte ich insgesheim, die überrollen wir”, freute sich Trainer Tom Misikowski über den gelungenen Auftakt.Offenbar meinten dies auch seine Schützlinge, die alle taktischen Vorgaben über Bord warfen und prompt völlig den Rhythmus verloren. Sie wirkten unsicher, obendrein machte sich Hektik breit. Prompt glich der Verbandsliga-Absteiger aus, führte im dritten Satz schnell mit 16:6 und gewann diesen Durchgang ungefährdet mit 25:13.
Jetzt reagierte Misikowski. Mit neuer Startformation (Lena Sauerländer für Theresa Baldauf, Lena Klecha für Kira Schäfer) ging es in den vierten Durchgang, zudem ließ der Trainer das Team noch auf drei Positionen rotieren, was den Angreifern „neue” Blockspieler bescherte. Die Rechnung ging auf: Mit 25:15 gelang auch punktemäßig eine eindrucksvolle Rückkehr ins Spiel. Im Tie-Break blieb es trotz anfänglicher Führung bis zum Seitenwechsel eng, doch dann konnte der Vorsprung über 8:6, 10:6, 12:8, 13:11 durch Aufschläge von Paulina Siebel zum 15:11 ausgebaut werden.
Danach herrschte kollektiver Jubel bei der SG, die in den noch ausstehenden drei Spielen nun versuchen will, den zweiten Aufstieg in Serie perfekt zu machen. Dabei wird es gegenüber den punkt- und satzgleichen Hönetroperinnen jetzt um jeden Satz und jeden Ball gehen.
SGH/S: Baldauf, Bauer, Klecha, Lamschik, Ossowski, Sauerländer, Schäfer, Selsen, Siebel. Das nächste Spiel: SGH/S - TB Höntrop (Sa., 20. Februar, ca. 17 Uhr, Carl-Humann-Gymnasium Essen).
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