Phönix hat alles selbst in der Hand
12.02.2012 | 23:15 Uhr 2012-02-12T23:15:00+0100
Schwerte. Die Oberliga-Volleyballerinnen des VV Phönix Schwerte machen es im Kampf um Platz zwei noch einmal spannend, unterlagen am Samstagabend nach gut 105 Minuten beim Detmolder TV mit 1:3 (18:25, 27:25, 18:25, 24:26).
„Im Grunde genommen ist nicht viel passiert. Wir sind immer noch Zweiter, haben statt acht nur vier Punkte Vorsprung und alles noch selbst in der Hand“, nahm Trainer Ralf Tinnefeld die zweite Saisonniederlage gelassen: „Uns war schon vorher bewusst, dass man nicht einfach so nach Detmold fährt und dort eben mal gewinnt.“ Der Sieg der Gastgeber war nach seiner Meinung auch verdient. „Detmold hat sehr gut gespielt, gleichwohl“, so Tinnefeld, „hätten wir bei vier Satzbällen im vierten Durchgang zumindest noch einen Tiebreak erzwingen müssen.“
Schlechter Start
Der Start war schon denkbar schlecht für die Gäste. Detmold machte sofort viel Druck und lag schnell mit 8:2 in Führung. Danach fanden die Schwerterinnen langsam ins Spiel und konnten es auch offen gestalten, aber den Rückstand nicht mehr aufholen.
Zu Beginn des zweiten Satzes stellte Ralf Tinnefeld mit seinem Trainerkollegen Gunnar Schäfer etwas um, auf Diagonal spielte nun Kira Schäfer für Miriam Lutz und auf Außen Anna-Lena Rahe für Lena Sauerländer. Diesmal erwischte Schwerte den besseren Start und führte sehr schnell mit 8:2. Anschließend zerrten die Gäste lange von diesem Vorsprung ehe Detmold von 11:17 auf 16:17 verkürzen konnten. Es blieb weiterhin spannend, weil Phönix nach einer 24:21-Führung den Ostwestfalen noch die Verlängerung ermöglichte, ehe man nach dem 25:25 zwei Satzbälle nutzen konnte.
Der dritte Abschnitt verlief bis zum 8:8 ausgeglichen. Dann zog Detmold auf 14:8 davon, führte mit 21:16, griff klug an und dominierte bis zum Satzende, auch weil Phönix beim Blocken mitunter leichte Schwächen offenbarte. Vor dem vierten Satz stellten die Gäste erneut um. Miriam Lutz kam wieder Diagonal, zudem wurden die beiden Außenangreiferinnen in der Reihe noch einmal getauscht, um den Detmolderinnen andere Block- und Angriffsspielerinnen gegenüber zu setzen. Das hatte auch ganz gut geklappt. Phönix führte mit 11:8 und zog nach dem 20:20 auf 24:20 davon. Jedoch konnten die Schwerterinnen keinen Satzball nutzen. „Das war wirklich ärgerlich“, befand Tinnefeld: „Die Ballannahme passte eigentlich, aber im Angriff sind wir im Block hängengeblieben oder haben eine Fahrkarte geschossen.“
Durchschlagskräftiger
Letztlich habe Detmold gewonnen, weil es insgesamt durchschlagskräftiger und variabler angegriffen sowie besser geblockt hat. „Wir waren gut, aber nicht gut genug, um den Gegner zu schlagen“, war Tinnefeld keineswegs unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
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