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Kanuslalom

Jens Ewald auf Kurs

04.05.2009 | 15:42 Uhr

Augsburg. Jens Ewald, Slalomass in Diensten des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte, hat am Wochenende in Augsburg Kurs auf die Weltmeisterschaft in Seu d'Urgell genommen. Jacqueline Strempfl hingegen muss sich allem Anschein nach von ihren Europameisterschafts-Ambitionen verabschieden.

Paddelte an ihrem großen Ziel vorbei: Jacqueline Strempfl.

Schon der erste Lauf geriet völlig aus den Fugen. 156 Strafsekunden addierten sich zu ihrer Fahrzeit von fast 153 Sekunden, die nationalen Spitzenansprüchen nicht gerecht wurden. Durch diesen Lauf völlig verunsichert, fuhr sie auch im zweiten Durchgang der Musik hinterher. Fünf Torstabberührungen verschlechterten die Gesamtsituation noch zusätzlich, so dass sich Jacqueline Strempfl mit einer Zeit von 183,79 Sekunden mehr als 60 Sekunden hinter der Spitze auf Platz 20 wiederfand. „Das war eine reine Kopfsache, sie ist offenbar an ihren Nerven gescheitert”, beschrieben Beoachter des Rennens die Szenerie. Helfen kann jetzt nur noch ein Wunder, in der Addition zum Gesamtergebnis wird der Samstag eine schwere Hypothek sein. Inga Heinz-Fischer belegte in diesem Rennen übrigens einen für sie ausgezeichneten elften Rang und verbesserte sich am Sonntag auf Rang acht. Jaqueline Strempfl fuhr hier im zweiten Lauf ihr bestes Rennen und legte mit 128 Sekunden auch eine recht passable Zeit hin. Am Ende wurde sie Siebte - was für die EM nun endgültig nicht mehr reichen dürfte.

Mit zwei ausgezeichneten Rennen unterstrich Jens Ewald, dass er nach wie vor zur nationalen Spitze gehört. Dem sechsten Platz am Samstag ließ er am Sonntag Rang vier folgen - damit bleiben die Tickets für die Slalom-Weltmeisterschaft in greifbarer Nähe. Jens Ewald war an beiden Tagen der Mann des zweiten Laufs. Am Samstag verbesserte er seine Fahrzeit um sieben Sekunden und erreichte fehlerfreie 105,44 Sekunden. Damit lag er zwei Hunderstel Sekunden hinter Paul Böckelmann aus Leipzig und zwei Tausendstel Fabian Dörfler (Ausburg). Ähnlich eng ging es auch am Sonntag zu. Die Abstände der Fahrer zueinander bewegten sich im Wimpernschlagbereich. Und wieder einmal schraubte sich Jens Ewald im zweiten Lauf so richtig einen raus. 103 Sekunden im ersten Durchgang ließ er eine 98er Zeit folgen, die ihm den vierten Platz sicherte. Jetzt wird am kommenden Wochenende in Markkleeberg die Entscheidung fallen, wer im Rennen um die WM-Tickets bleibt und wer Deutschland auf der Europameisterschaft vertreten wird.

Yannick Volke und Philipp Becker spielten bei der Vergabe der Tickets erwartungsgemäß keine vorderen Rollen. Marc Weimann wurde am Samstag im C1 der Herren Letzter und am Sonntag 19. von 24 Startern.

Ingo Rous



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