In Detmold Platz zwei zementieren
09.02.2012 | 17:44 Uhr 2012-02-09T17:44:00+0100
Schwerte. Mit einem Sieg beim Tabellendritten Detmold können die Oberliga-Volleyballerinnen des VV Phönix Schwerte ihren zweiten Tabellenplatz so gut wie zementieren, denn bei dann acht Punkten Vorsprung auf die Verfolger und noch fünf ausstehenden Spielen sollte ihnen der Sprung in die Aufstiegsrelegation nicht mehr zu nehmen sein. Ganz andere Sorgen haben die Landesligaherren des VV Phönix, die zum „Abstiegsfinale“ die Reserve des TuS Iserlohn erwarten.
Damen-Oberliga: Volleyball„Wenn wir in Detmold gewinnen, wäre das ein ganz, ganz großer Schritt Richtung Relegation“, weiß Trainer Ralf Tinnefeld um die Bedeutung der Partie, wenn die Schwerterinnen am Samstag um 18 Uhr beim Detmolder TV antreten. Für den gastgebenden Tabellendritten ist es schon die letzte Chance, dem Kampf um Platz zwei noch ein wenig Spannung einzuhauchen und den Vorsprung zu verkürzen. „Die werden sowieso knurrig wegen der 2:3-Niederlage im Hinspiel sein“, erwartet Tinnefeld einen hochmotivierten Gegner, der in Schwerte nach knapp verlorenem ersten Satz die nächsten beiden Durchgänge gewonnen hatte und folgerichtig mit 2:1 in Führung gegangen war.
Dass diese Partie keinesfalls ein Selbstläufer wird, zeigt das Vorjahresergebnis. Da unterlag Phönix mit 2:3, nachdem man im dritten Satz einen Matchball vergeben hatte. Für die VVP-Trainer ist Detmold durchaus auf Augenhöhe mit Spitzenreiter Senden und dem eigenen Team: „Die Mannschaft verfügt in allen Bereichen über eine hohe Qualität, ist sehr gut im Angriff, wenn sie ihr Spiel machen kann, ist im Block ebenso stark wie in der Ballannahme. Das wird bestimmt nicht einfach.“
Trotzdem reisen die Ruhrstädterinnen nach der bemerkenswerten Vorstellung am Vorsonntag gegen Münster mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein nach Ostwestfalen, zumal der Kader komplett ist.
Damen-Verbandsliga: Ohne Trainer Christoph Schulte (Urlaub) bot der SC Hennen am vergangenen Wochenende eine klasse Leistung gegen den bis dato erst einmal bezwungenen Spitzenreiter SSV Meschede. Die hatte man dem Aufsteiger nach der 0:3-Pleite zuvor gegen den da noch das Tabellenende zierenden Lokalrivalen TuS Iserlohn kaum zugetraut. „In Iserlohn standen wir alle etwas daneben“, sagt Mittelangreiferin Henrike Schwarz. Allerdings hatte Schulte vor seinem Abflug in den Urlaub sich noch eine besondere Motivationsspritze ausgedacht und für den Fall eines Sieges über Meschede leichtfertig ein Abendessen versprochen. Am Sonntag (15.30 Uhr) bei der Zweitvertretung des VC SFG Olpe ist Schulte wieder anwesend. Fehlen wird Henrike Schwarz (beruflich verhindert).
Damen-Landesliga: Nach dem Sieg über Hasperbach ist der VC Schwerte auf Platz drei vorgerückt und am Sonntag (zirka 11.30 Uhr) in der Iserlohner Almelohalle auch Favorit gegen den Vorletzten TuS Versetal, der bisher erst einen Sieg verbuchen konnte und im Hinspiel mühelos mit 3:0 bezwungen wurde. „Eine lösbare Aufgabe“, meint Trainer Kai Oliynyk, erwartet trotzdem einen Gegner, der um jeden Punkt kämpfen wird. Für die verletzungsbedingt mindestens vier Wochen lang pausierende Bettina Grünewald spielt Lisa Menke.
Herren-Landesliga: „Für Iserlohn ist es die letzte, für uns die vorletzte Chance“, wird für Oliver Freitag das Heimspiel des VV Phönix am Sonntag (11 Uhr, Alfred-Berg-Sporthalle) gegen das Schlusslicht TuS Iserlohn II zu einem „echten Abstiegs-Finale“. Beide Teams haben erst zwei Punkte auf ihrem Konto, halten die Schwerter nur wegen des besseren Satzverhältnisses nicht die „Rote Laterne“ in ihren Händen. „Sollte das wirklich in die Hose gehen, haben wir als letzten Ausweg noch das Spiel gegen Brilon, das wir gewinnen könnten“, meint der VVP-Trainer, rechnet sich ansonsten in den restlichen Spielen keine Chance auf eine Überraschung aus.
Da Brilon am vergangenen Wochenende Iserlohn mit 3:1 bezwungen hat, geht es für die Ruhrstädter im Kellerduell ohnehin nur noch um eine mögliche Saisonverlängerung. Während das Schlusslicht direkt absteigt, kämpft der Vorletzte in einer Relegation um den Klassenerhalt. „Für uns geht es um alles oder nichts“, meint der VVP-Trainer.
Fraglich ist der Einsatz von Benny Klee, der Vaterfreuden entgegen sieht.
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