HVE-Damen im Abstiegssog
23.04.2010 | 17:18 Uhr 2010-04-23T17:18:00+0200Schwerte. Christian Walther ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Der Coach schwebt nicht nur mit den Handball-Damen der HVE Villigst-Ergste noch ordentlicher Hinserie plötzlich in akuter Abstiegsgefahr, er muss künftig auch auf die Dienste eines der größten HVE-Talente verzichten.
Damen-Bezirksliga: Waltroper HV - HVE Villigst-Ergste (Sa., 16 Uhr, Sportzentrum-Nord)
Daphne Rost wechselt ja, wie bereits berichtet, zum Lokalrivalen nach Schwerte/Westhofen. „Das tritt uns natürlich hart, denn wir haben nicht sonderlich viele Spielerinnen, die regelmäßig trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen”, blickt Walther durchaus sorgenvoll in die Zukunft, muss sich aber zunächst einmal mit der Gegenwart beschäftigen.
Die ist brisant genug, denn Beckum hat erwartungsgemäß punktemäßig zur HVE aufgeschlossen, hat auf dem Papier am vorletzten Spieltag gegen den Rangsiebten Werl bessere Siegchancen als die Ruhrstädter, die heute beim Rangvierten in Waltrop antreten müssen – und das mit einem erneut recht kleinen und vor allem im Rückraum wenig durchschlagskräftigen Team denn Grass, Kunze, N. Ehrentraut, Middendorf und Kirstein fallen aus, Bleigels Einsatz ist wegen ihrer gegen Ahlen erlittenen Schulterverletzung fraglich. Hoffnung schöpft Walther deshalb in erster Linie aus dem schwachen letzten Resultat von Waltrop (9:10-Niederlage beim Vorletzten Oespel-Kley): „Wenn die gegen uns auch nicht mehr wesentlich mehr als neun Tore werfen, dann können wir gewinnen.”
Herren-Kreisliga: HTV Sundwig/Westig III - HVE Villigst-Ergste (Sonntag 14 Uhr, Parkhalle)
Das sollte für die HVE-Herren das geringste Problem sein, denn der Kreisliga-Vierte ist im auf Sonntag verschobenen Match beim abgeschlagenen Tabellenletzten HTV Sundwig/Westig III haushoher Favorit. So sieht es auch Trainer Frank Kaup, der sich weniger um das Ergebnis als um die Einstellung seiner Mannschaft sorgt: „Es wird nicht leicht, eine konzentrierte Vorstellung hinzulegen.“ Im Hinspiel (39:17) ist das der HVE bestens gelungen, und da die Bestbesetzung zur Verfügung steht, hofft Kaup erneut, dass die sich die Leistungs-Diskrepanz zwischen erster und zweiter Halbzeit diesmal in Grenzen hält
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