HSG will den Titelkampf spannend machen
16.04.2010 | 18:33 Uhr 2010-04-16T18:33:00+0200Schwerte. Auf zum Spitzenreiter: Der in der Verbandsliga-Tabelle im sicheren Mittelfeld platzierten HSG Schwerte/Westhofen wird Sonntag viel Aufmerksamkeit zukommen, denn sie tritt beim Spitzenreiter HSG Gütersloh an und hat es in der Hand, den fast entschiedenen Titelkampf wieder spannend zu machen
Herren-Verbandsliga: HSG Gütersloh – HSG Schwerte/Westhofen (So. 17.30 Uhr, Schulzentrum Nord)
Natürlich: Gütersloh ist der haushohe Favorit, denn wer (bis auf das 32:34 gegen Hüllhorst) alle Heimspiele für sich entscheiden konnte und vor Ostern mit dem 31:30 in Hüllhorst den Vorsprung auf den einzigen Mitbewerber auf drei Zähler ausgebaut hat, wird sich doch von einem chronisch auswärtsschwachen, meist defensiv enttäuschenden Gegner nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.
Aber es gibt auch einen gewichtigen Grund, eine Überraschung zumindest im Bereich des Möglichen anzusiedeln, hat dich Schwerte/Westhofen den ersten Vergleich unter der Leitung von Stefan König im Spiel eins nach der Trennung von Mischa Quass völlig unverhofft mit 35:29 für sich entschieden. „Die wollen so rasch wie möglich den Titel unter Dach und brennen zudem gegen uns auf Revanche“, rechnet HSG-Coach Kai Harbach mit einem bis in die Zehenspitzen motivierten Gastgeber.
Was seine eigene Truppe anbelangt, kann er nur das Prinzip Hoffnung walten lassen, denn die Auswärtsleistungen der Ruhrstädter waren unabhängig von der personellen Konstellation so schwankend wie ein Schilfrohr im Wind. „Für uns geht es zwar nur noch ums Prestige, aber ich möchte schon den bestmöglichen Platz in der Abschlussstabelle erreichen. Außerdem schaue ich genau hin, wer meinen Vorstellungen in puncto Einstellung und Teamgeist entspricht, dienen die letzten Saisonspiel auch als Bewerbung für den künftigen, zum Glück größer werdenden Kader“, macht Harbach klar, dass er Vorstellungen wie zuletzt beim 32:48 in Möllbergen nicht mehr miterleben möchte.
Herren-Bezirksliga: Schwerte/W. II – HSG Lennestadt-Würdinghausen (Sonntag, 17 Uhr)
Bestbesetzung kann die Bezirkliga-Reserve verkünden, die Sonntag (17 Uhr) den starken Aufsteiger HSG Lennestadt-Würdinghausen empfängt. Auf Schwerter Seite wird bis zum Saisonende wieder Abteilungschef Stefan König das Coaching übernehmen, denn Interimstrainer Andreas Grüter steht beruflich bedingt zwei Wochen lang nicht zur Verfügung, kommt außerdem nicht als „Dauerlösung“ infrage. „Es gibt zwei ernsthafte Kandidaten, denen ich zutraue, endlich Ruhe und Kontinuität in die Reserve hinein zu bekommen“, kündigt König an, dass die Entscheidung unmittelbar bevorsteht. Gegen die noch auf den möglicherweise eine Relegation bescherenden zweiten Tabellenplatz spekulierenden Lennestädter sieht König sein Team in der Außenseiterrolle, traut ihm aber zu, wie beim 25:30 des Hinspiels lange Paroli bieten zu können „An guten Tagen sind wir gerade zu Hause schwer zu schlagen.“
Damen-Landesliga: SG Kierspe-Meinerzhagen – Schwerte/W. (Samstag 18 Uhr, Felderhof)
Bereits am Samstag (18 Uhr) sind die Damen im Einsatz, wollen nach der Osterpause beim Drittletzten Kierspe-Meinerzhagen dort anknüpfen, wo sie gegen den Tabellenzweiten Menden-Lendringsen II aufgehört haben.
Aufgrund der langen Verletztenliste der HSG-Damen (es fallen Oswald, Brinkmann, Nickolay und Muttschall aus) hätte Trainer Henning Becker im Normalform die Punkte gleich Richtung Felderhof schicken können, doch da neben Köhler auch die A-Jugendlichen Petersen, Raulf, A. Peters, Matzat, Wicke und Dutkiewicz zur Verfügung stehen und darauf brennen, nach dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft ihre Landesliga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen, lautet das Ziel, den Hinspielerfolg zu bestätigen.
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