HSG sucht auswärts das Heimgesicht
19.02.2010 | 17:07 Uhr 2010-02-19T17:07:00+0100Schwerte. Vor einer hohen Auswärtshürde stehen die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwerte/Westhofen beim Titelaspiranten HSG Stemmer/Friedewald, der daheim erst einmal verloren und nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hüllhorst hat.
Herren-Verbandsliga 1: HSG Stemmer/Friedewald - HSG Schwerte/Westhofen (Sa., 19.30 Uhr, Minden-Nord)
„Wir müssen unser Auswärtsgesicht unserem Heimgesicht anpassen”, fordert Trainer Kai Harbach, denn auf eigenem Parkett sind seine Jungs eine Macht, haben zuletzt daheim sechsmal hintereinander gewonnen. Auswärts hingegen gab es bislang erst ein Erfolgserlebnis. Aber die Gäste haben am vergangenen Freitag beim 32:29-Sieg im Nachholspiel gegen Steinhagen bewiesen, dass sie mit den Spitzenteams mithalten können. „Wichtig ist”, so Harbach, „das wir gut ins Spiel reinkommen und nicht sofort wieder der Musik hinterherlaufen.” Der Trainer warnt vor allem vor dem starken Rückraum der Ostwestfalen. Im Rückraum bekam der Titelaspirant sogar unverhofften Zuwachs, denn vom Regionalligisten LIT Nordhemmern/Mindenwald kehrte nach dreimonatigem Intermezzo Sören Hagedorn zurück und gab vor zwei Wochen gegen den SuS Oberaden sein Debüt. Apropos Oberaden: Der abstiegsbedrohte Kreisrivale der Schwerter überraschte mit einem Punktgewinn bei den Stemmeranern, machte dabei einen Sieben-Tore-Rückstand wett und traf drei Sekunden vor dem Abpfiff zum 27:27-Remis.
Aufpassen müssen die Schwerter auf die treffsicheren Fabian Gast, Helge Fredeking, Jörn Themann oder Sebastian Wrzosek. Ein Plus der Truppe von Jochen Borcherding ist zweifelsfrei die Ausgeglichenheit, so dass der Coach ohne Qualitätsverlust durchwechseln und das Tempo hoch halten kann.
Personell tritt die HSG am Samstag mit komplettem Kader die 110 Kilometer lange Reise nach Minden an. Zwar ist Dominik Thälser angeschlagen, müsste pausieren, „doch das”, so Harbach, „ist zurzeit nicht möglich.”
Frauen-Landesliga 4: HSG Gevelsberg-Silschede - HSG Schwerte/Westhofen (So., 14.15 Uhr, SH West)
Als klarer Favorit reist die HSG zum Namensvetter nach Gevelsberg, doch Trainer Henning Becker will von einer Pflichtaufgabe beim abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten nichts wissen. „Pflichtaufgabe gibt es nicht mehr”, verweist der Coach auf die unerwartete 22:26-Niederlage des Tabellenvierten bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Königsbornerinnen. „Es wird eine ganz schwere Partie. Gevelsberg kämpft gegen den Abstieg und braucht jeden Punkt. Deshalb müssen wir von der ersten Minute an wach sein”, fordert Becker, der personelle Probleme hat, denn einige Spielerinnen sind angeschlagen. Definitiv ausfallen wird Katharina Nickolay. Da zeitgleich die weibliche A-Jugend in Lünen spielt, kann Becker den Kader nicht aufstocken. Obwohl die HSG-Damen nach wie vor nur vier Punkte Abstand zum Spitzenreiter Drolshagen hat, hegt der HSG-Trainer, der in Gevelsberg von Stefan König vertreten wird, keinerlei Titelambitionen: „Ich schiele nicht auf Platz eins.”
Herren-Bezirksliga 6: VfK Iserlohn - HSG Schwerte/Westhofen II (Sonntag, 11 Uhr, Almelohalle)
Für die Schwerter Verbandsligareserve ist das eine ganz wichtige Partie. „Sie ist richtungsweisend”, sagt Interimstrainer Stefan König: „Wir können uns mit einem Sieg Luft nach unten verschaffen und den Abstand auf Iserlohn und Linscheid verkürzen, bestenfalls sogar an Linscheid vorbeiziehen.” König ist zuversichtlich vor dem Kreisderby, da er erstmals seine Bestformation aufbieten kann. „Wir haben uns gut vorbereitet.” Bei einem Erfolgserlebnis könnten die Schwerter zudem die beiden nächsten Auswärtsaufgaben beim TuS Plettenberg (27. Februar) und TuS Linscheid-Heedfeld (vorverlegt auf 3. März) gelassener angehen. „Es wird Zeit, in ruhigeres Fahrwasser zu kommen”, meint König, der sich nur ungern an das Hinspiel gegen den VfK erinnert: „Da haben wir mit fünf, sechs Toren geführt und nach einem Blackout in der Schlussphase verloren.” Jetzt hofft er auf Wiedergutmachung.
Weibliche A-Jugend Oberliga: Lüner SV - HSG Schwerte/Westhofen (So., 14.15 Uhr, Rundsporthalle)
Ausgerechnet im Verfolgerduell muss Henning Becker auf Spielmacherin Agnetha Peters verzichten, die am Mittwoch beim Training umgeknickt ist. Der Ausfall macht die ohnehin nicht einfache Aufgabe noch schwerer. Becker kennt die Stärken des Gegners, die insbesondere in der Offensive liegen. Er hat in dieser Woche das Training speziell auf die Spielweise der Lünerinnen ausgerichtet und warnt vor allem vor der spielstarken Kreisläuferin des LSV. Bei einem Sieg ist den Gästen Platz zwei kaum noch zu nehmen.
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