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HSG im Fokus der gesamten Liga

03.02.2012 | 15:52 Uhr
HSG im Fokus der gesamten Liga
Das Hinspiel dominierte klar der HTV Sundwig/Westig. Entsprechend motiviert sind die Schwerter/Westhofener, wenn der Titelaspirant am Sonntag in der Ruhrstadt gastiert.

Schwerte.   Zwar stehen noch attraktive Heimspiele wie gegen den Rangzweiten aus Werdohl oder den Kreisrivalen aus Arnsberg aus, doch das Saisonhighlight für die Landesliga-Handballer des HTV Sundwig/Westig steigt ohne Frage am morgigen Sonntag (17.30 Uhr), wenn der Spitzenreiter und erklärte Titelfavorit HTV Sundwig/Westig seine Visitenkarte in der vermutlich erstmals seit langem wirklich voll besetzten FBG-Halle abgibt.

Die gesamte Liga wird ihr Augenmerk auf dieses Match richten, denn die aggressive Personalpolitik der mit aller Macht den Sprung in die Oberliga anstrebenden Hemeraner sorgt dafür, dass man dem jeweiligen Gegner die Daumen drückt.

Bezeichnend für die Situation beim Tabellenführer: Auf unser Frage, ob die Gerüchte über einen erneuten Einsatz des Ex-Nationalspielers von Stefan Krebietke, der zusammen mit dem Kreisläufer-Hünen Mark Dragunski im Vorjahr den Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden half, zutreffen, antwortete der bekanntlich nur noch bis Saisonende verantwortliche Coach Arnd Wefing: „Nach meinem Kenntnisstand nicht. Aber ich habe ja auch sehr kurzfristig davon erfahren, dass Jörg Förderer zu uns stößt.“ Der 38-jährige Trainer des Drittligisten OSC Rheinhausen gab bei der knappen Niederlage in Werdohl seinen Einstand für den HTV und wird, da sein Team schon gestern in Wermelskirchen auflief, auch in Schwerte zusammen mit dem seit Wochen in Hochform agierenden Christian Klein die Fäden im Rückraum ziehen.

Weitere klangvolle Namen wie der Halblinke Felix Zenka oder die ebenfalls oberliga-erprobten Sebastian Gallus und Tim Luther sowie der frühere Landesliga-Torschützenkönig Julius Schulte stempeln den HTV trotz des Weggangs von Rechtsaußen Max Heinemann in jeder Partie zum Favoriten, zumal ja auch Eigengewächse wie der Halbrechte Michael Serafin oder Flügelflitzer Mathias Schuff über großes Potenzial verfügen. Trotzdem stellen nicht die Hemeraner, sondern die gastgebende HSG den bislang erfolgreichsten Angriff, liegen die Trümpfe der Gäste eher in einer kompakten und über das gebundene Aufbauspiel nur schwer zu knackenden Deckung.

„Wir freuen uns alle riesig auf diese Partie. Die Motivation könnte nicht größer sein, denn jeder will zeigen, was er drauf hat, wobei wir versuchen werden, durch mannschaftlich geschlossenes Spiel und natürlich unsere gute Kondition und Konterstärke gegenzuhalten“, fiebert auch Schwertes junger Coach Niclas Kohl dem Vergleich mit der vermeintlichen Übermannschaft entgegen: „Wir werden uns nicht verstecken, sondern ganz selbstbewusst auftreten. Der Druck lastet auf dem HTV, und wenn es uns gelingt, die Partie lange offen zu halten, haben wir eine echte Chance.“

Im Hinspiel klappte genau dies nicht, verloren die Schwerte aufgrund miserabler Chancenverwertung in den ersten Minuten mit 33:40, hatten aber auch im Grohe Forum einige glänzende Phasen, in denen sie fast auf Tuchfühlung heran kamen. Kohl war Augenzeuge des jüngsten, durchaus überzeugenden Hemeraner Sieges über Schwelm und hat seine in Bestbesetzung auflaufenden Schützlinge auch taktisch bestens einstellen können.

„Wir wissen was auf uns zukommt. Ich kann nur hoffen, dass meine Jungs mit der gleich guten Einstellung ans Werk gehen wie in den letzten Heimspielen“, rechnet Wefing mit einem ganz engen Match, muss er doch seit Monaten das Handicap matter Trainingsbeteiligung (am Dienstag waren nur zwei Rückraumspieler anwesend) auffangen.

Bernd Großmann

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