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Handball-Verbandsliga

HSG-Damen reisen zum Tabellenführer

10.02.2012 | 17:41 Uhr
HSG-Damen reisen zum Tabellenführer
Die HSG-Damen um Agnetha Peters (l.) treffen auf den Tabellenführer.

Schwerte.   Die HSG-Damen treten am Samstag beim Tabellenführer Westfalia Kinderhaus an. Die Münsteranerinnen haben erst einen Verlustpunkt. Den klauten ihnen die Schwerterinnen in der Hinrunde.

Letzte Woche hatte Sascha Stickan bewusst tiefgestapelt und seine Mannschaft gegen den Tabellennachbarn aus Witten als Außenseiter bezeichnet, obwohl die Handball-Damen der HSG Schwerte/Westhofen in eigener Halle bislang jedem Gegner zumindest ebenbürtig waren.

Am Ende stand ein 34:17-Triumph, verbunden mit der Verbesserung auf Rang fünf. Und trotzdem darf der HSG-Coach auch für die samstägige Partie bei Westfalia Kinderhaus (16.15 Uhr in der SZK-Halle) die Erfolgsaussichten, diesmal völlig zu Recht, als gering einstufen, denn die umgruppierten Münsteranerinnen führen zur eigenen Überraschung die Verbandsliga mit nur einem Minuspunkt an, buhlen zusammen mit Drolshagen um den Sprung in die Oberliga.

Auch die Tatsache, dass der Westfalia der eine kleine Fleck auf der Punkteweste ausgerechnet vom heimischen Neuling beigefügt wurde, das damalige 27:27 aufgrund einer lange Zeit führenden HSG sogar als Punktverlust gewertet wurde, ändert nichts an der klaren Favoritenrolle der Gastgeberinnen, die sich als äußerst stabil und nervenstark erwiesen haben, allerdings gegenüber Drolshagen das weitaus schlechtere Torverhältnis aufweisen.

Insbesondere vor der körperlichen Präsenz der hochgewachsenen und zudem sehr robusten Westfalia hat Stickan großen Respekt. „Aus dem aufgebauten Angriff wird es sicher sehr schwer, Tore zu erzielen. Wir müssen viel rochieren und versuchen, über Tempo Lücken zu reißen“, lautet sein Rezept – verbunden mit der Hoffnung auf eine gute Abwehrleistung mit der Möglichkeit zu Steilangriffen über seine Hauptschützin Anna Köhler. Der hohe Erfolgsdruck, der auf Kinderhaus lastet, könnte für die in Bestbesetzung anreisende HSG ein psychologischer Vorteil sein, falls es ihr gelingt, das Spiel lange offen zu halten.

Bernd Großmann

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