Holzpfosten quälen sich nach kurzer Nacht zum Ligaerhalt
12.02.2012 | 17:36 Uhr 2012-02-12T17:36:00+0100
Schwerte. Seit Samstag steht bei den Futsalern der Holzpfosten Schwerte ein dicker Haken hinter dem Thema Klassenerhalt. Bei Bayer Uerdingen gewannen sie verdient mit 4:3 (2:2). Dabei hätten sie das Spiel am liebsten abgesagt.
Die Geisecker Fußballer fehlten – weil sie zeitgleich ein Testspiel in Kalthof hatten. Die Holzener Fußballer fehlten – weil beide arbeiten mussten. Einige andere Spieler waren krank und verletzt. Und die acht, die schließlich auf den Court liefen, hatten alle eine kurze Nacht hinter sich. Denn einen Tag vor dem letzten Kapitel im Abstiegskampf wurden die Holzpfosten im Freischütz noch für ihren vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2011 geehrt. Anschließende Feier in Dortmund inklusive.
„Wir mussten uns schon ein bisschen quälen“, verrät Phillip Oldenburg, der eine entscheidende Rolle spielen sollte. Absagen jedoch kam nicht in Frage. In Björn Wüstenfeld war ein Uerdinger Spieler am Mittwoch bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt. Das Spiel gegen Schwerte sollte ihm zu Ehren stattfinden. Es gab eine Gedenkminute, die Schwerter Fans schwiegen während der ersten Spielminute. Danach aber lief alles ganz normal ab – so wie es sich Uerdingen gewünscht hatte.
Großer Auftritt von Phillip Oldenburg
Vom Sportlichen einmal abgesehen: Denn da lief es immer wieder einem Rückstand hinterher. Kai Kunsmann tunnelte den Keeper früh zum 1:0 (7.). Später schoss Oldenburg die erneute Führung heraus (16.). Doch Bayer blieb hartnäckig und kämpfte sich bis zur Pause zweimal heran. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit nutzte es einen Ballverlust von Schwertes Spielertrainer Nils Klems zum 2:2.
Nach dem Wechsel hatte Oldenburg seinen großen Auftritt. Mit seinem zweiten Treffer brachte er die Holzpfosten wieder in Führung (22.), mit dem dritten, exzellent bedient von Costantino Ruggio (29.), traf er zur Vorentscheidung. Schon im Training hatte er zuletzt mächtig Gas gegeben, so Klems. Der hatte ihn nach einer durchwachsenen Leistung im Heimspiel gegen Langschede einmal nicht nominiert. „Der Stachel“, gesteht Oldenburg lachend, „saß tief.“
Dieses Spiel aber war seines. Uerdingen gab alles, kam aber nur noch zum 4:3 (36.). Auch weil im Schwerter Tor einer spielte, der trotz einer vor zwei Wochen erlittenen Bänderdehnung hielt, als sei er völlig beschwerdefrei: Daniel Otto.
Mit dem Sieg haben die Schwerter nicht nur die Klasse gesichert, sondern zugleich Platz drei. In den Abstiegskampf greifen die Pfosten nun nur noch indirekt ein: Am letzten Spieltag entscheiden sie darüber mit, ob Gegner Montenegro Wuppertal in der nächsten Saison noch Regionalligist sein wird.
HP: Otto, Kleine, Ruggio, Ahrens, Kunsmann, Klems, Ruß, Oldenburg; Tore: 1:0 Kunsmann (7.), 1:1 (12.), 2:1 Oldenburg (16.), 2:2 (19.), 3:2, 4:2 beide Oldenburg (22./29.), 4:3 (36.); Das nächste Spiel: Montenegro Wuppertal – HP (Sa., 25.2., 15 Uhr, Mülheim/Ruhr).
Das nächste Spiel:
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