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Holzpfosten gleicht noch spät aus

03.08.2010 | 22:59 Uhr
Holzpfosten gleicht noch spät aus

Schwerte. Es ging zwar nur noch um die „goldene Ananas“, doch andererseits auch ums Prestige. Entsprechend engagiert traten die beiden vorzeitig ausgeschiedenen A-Ligisten Holzpfosten Schwerte und TuS Holzen-Sommerberg auf, machte der Aufsteiger in der Schlussphase noch einen 0:2-Rückstand wett und belegt nach dem 2:2 (0:0) den dritten Gruppenplatz.

„Endlich haben wir mal aus dem Feld heraus Tore erzielt“, hob Holzpfosten-Keeper Otto den positivsten Aspekt heraus, denn die jüngsten Treffer waren ja stets kurios durch Einwürfe entstanden. Diesmal dauerte es auch sehr lange, bis beim B-Liga-Meister der Knoten platzte, genau bis zur 86. Minute, als Joker Daniel Hombruch den Anschlusstreffer markierte und damit das Signal zu einem energischen Endspurt gab.

Der wurde durch einen dezimierten TuS noch unterstützt. Erst schied Lochny, der nach einer nur mit der gelben Karte bedachten „Notbremse“ von Ahrens herumhumpelte, endgültig aus, dann kassierte Olbrich die Ampelkarte (89.). Holzpfosten stürmte nun mit Mann und Maus und wurde in der Nachspielzeit belohnt, als Kunsmann eine Gössling-Flanke präzise einköpfte.

Sonderlich enttäuscht gab sich TuS-Coach Thomas Wegener angesichts des unglücklichen Ausgangs für sein Team nicht: „Wir haben uns angesichts unserer Personalprobleme ordentlich verkauft. Erfreulich ist die Entwicklung der A-Jugendlichen.“ Das gilt vor allem für Stürmer Daniel Heese. Der schon gegen Westhofen erfolgreiche Wirbelwind zeigte auch gestern erstaunliche Nervenstärke vor dem gegnerischen Kasten und bescherte seiner Mannschaft kurz nach der Pause binnen vier Minuten einen Doppelschlag.

Damit war in Anbetracht einer recht langweiligen ersten Hälfte, in der der A-Liga-Neuling Vorteile besaß, aber seine Chancen durch Kunsmann, Gössling und Manz nicht zu nutzen wusste, keineswegs zu rechnen. Schließlich hatte der bis dahin beste Holzen-Sommerberger, Schlussmann Patrick Klose, signalisiert, dass er wegen einer Hüftverletzung aussteigen müsse. Mangels Zweitkeeper rutschte mit Sedlag in Feldspieler in den Kasten, der zu Beginn der Partie die einzigen nennenswerten Offensivaktionen heraufbeschworen hatte. Nach der 2:0-Führung beschränkte sich der TuS allzu sehr auf die Defensive, hatte einige Male Glück, dass trotz bereits ausgehebelter Abwehr kein Gegentor fiel, besaß andererseits aber auch die dicke Möglichkeit zum 3:0, doch Phillip Überacker brachte freistehend die Kugel nicht über die Linie (69.). Von da ab übernahm Holzpfosten endgültig die Initiative.

Bernd Großmann

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