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Fußball-Landesliga 2

Hohe Fluktuation beim VfL

14.03.2011 | 19:05 Uhr
Hohe Fluktuation beim VfL
Berkan Vardi (l.) verlässt den Klub

Schwerte. Zwar wird die Liste der Akteure, die den Fußball-Landesligisten VfL Schwerte im Sommer verlassen werden, immer länger, doch bleibt Trainer Rüdiger Kürschners überraschend entspannt. „Es ist erst März. Viele wichtige Spieler haben schon zugesagt, junge Talente rücken nach und wir werden bestimmt noch einige Neue präsentieren.“

Das klingt ziemlich optimistisch. Denn die Namen der Abgänge sind schon prominent. So verlassen Berkan Vardi (zieht nach Hamm), Mehmet Aslan (BSV Schüren), Philipp Krause, Stefan Kraus (beide Hörder SC), Dominik Buchwald, Marc Tschersich und Alexander Klusch (alle Ziel unbekannt) den Klub definitiv. Auch beim aktuellen Keeper Daniel Limberg sieht alles nach einem Abschied aus. Trainer Kürschners ist seit einigen Wochen schon auf Torwartsuche, musste aber die Absagen von Alexander Lotz (Geisecker SV) und Dirk Jankowski (zuletzt TuS Eving) entgegen nehmen. Limberg selbst sagte, dass er sich vorstellen könne, zu einem Dortmunder Klub zu wechseln.

Damit müsste Kürschners gleich auf acht Akteure aus seinem aktuellen Kader verzichten. Das klingt nach dem zweiten Neuaufbau in seinem zweiten Jahr in Schwerte. „Das sehe ich anders“, entgegnet der Coach. Er hält dagegen, dass in Marcel dos Santos, Pascal Schepers, Yannik Körner, Daniel Benda, Moritz Jürgensen, Serkan Arslan und Jerome Juskowiak sieben Stammspieler ihr Ja-Wort gegeben haben, zudem die Talente Alexander Peters und Marc Moldenhauer einen Schritt nach vorne machen werden und Welf-Alexander Wemmer auch wieder bald zum Team stößt. „Hinzu kommen ja auch einige starke Talente wie Luca Gutierrez und Tobias Probst“, sagt Kürschners, der anmerkt, dass in David Komander (VfB Westhofen) schon der erste externe Neuzugang feststeht. „Und das wird nicht der letzte sein“, versichert er.

Spricht Kürschners über den aktuellen sportlichen Stand seines Teams, wirkt er nicht so entspannt: „Wir haben gegen Plettenberg und Iserlohn insgesamt fünf Punkte unnötig verschenkt. Das darf nicht passieren.“

Nur einen Punkt holte das Team gegen die beiden Kellerkinder, verpasste so, den Anschluss zum Tabellenzweiten SV Hohenlimburg herzustellen. Rang zwei berechtigt nämlich zu einer Aufstiegsrunde zur Westfalenliga. Ein lohendes Ziel, dass leichtfertig verspielt wurde.

Kürschners glaubt aber Immer noch daran, dass sein Team noch einmal aufschließt. Mut macht ihm das Auftreten gegen Hohenlimburg, als seine Mannschaft dem Siegtreffer näher war, als die Hohenlimburger. „So lange rechnerisch alles möglich ist, gucke ich noch auf Platz zwei. Ansonsten wäre ich doch nicht der richtige Trainer.“

Kürschners ist aber bewusst, dass sein Team für den XXL-Sprung in der Tabelle anders auftreten muss, als beim 2:2 gegen den TuS Iserlohn. Seine Mannschaft passte sich wie schon gegen Plettenberg dem Niveau des Gegners an, anstatt selbstbewusst aufzulaufen und die eigenen technischen und läuferischen Fähigkeiten auszuspielen. „Daran müssen wir arbeiten. Gegen solche Gegner musst du einfach gewinnen“, sagt Kürschners.

Thomas Schulzke

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