Heimnimbus gewahrt
12.02.2010 | 22:23 Uhr 2010-02-12T22:23:00+0100Schwerte. Die HSG Schwerte/Westhofen hat ihren Heimnimbus gewahrt und das fünfte Spiel in Serie gewonnen. Am Freitagabend gab es im Nachholspiel gegen die SpVg. Steinhagen einen umkämpften, aber nicht unverdienten 32:29-Erfolg.
Es war ein Sieg, den die Gastgeber mit stotterndem Motor erzielte. Am Anfang allerdings agierten die Schwerter so stark, dass Steinhagens Trainerfuchs Frank Spannuth schon nach vier Minuten die erste Auszeit nahm. Vor allem Henrik Ciomber hatte den Gästen eingeschenkt. Obwohl er seine Quote nicht aufrecht erhalten konnte, gehörte der Kreisläufer am Ende mit seinen zehn Toren doch zu den Matchwinnern.
Doch der Sieg hatte noch mehrere Väter, allen voran Torwart Sebastian Emde. Der wehrte schon früh einen Siebenmeter nebst Nachwurf ab und wuchs bis zum Ende über sich hinaus. Schließlich stand es 30:27, als Steinhagen den letzten Siebenmeter des Spiels zugesprochen bekam. Trainer Kai Harbach schickte Sven Sowein ins Tor, und der hatte nichts besseres zu tun, als den Ball an die Latte zu lenken – ein wichtiger Moment! Und schließlich gab es auch noch einen Timm Höntsch; der nahm mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr das Herz in seine Hände und kompensierte so andere Ausfälle im Rückraum der HSG.
HSG Schwerte/Westhofen - SpVg Steinhagen 32:29 (14:15).
HSG: Emde, Sowein, Höntsch (10), Ablas (1), Denissov (1), Hengstenberg, Ciomber (10/2), Höhm, Nickolay (3), Thäsler (1), Kohl, Lingstädt (4), Klostermann (2).
Spielfilm: 7:4 (11.), 7:7 (16.), 13:15 (29.), 16:19 (36.), 22:22 (44.), 26:24 (53.).
Kai Harbach (Trainer HSG): Wir haben gut angefangen, dann aber gedacht, alles ginge von alleine. Timm Höntsch und Sebastian Emde haben stark gespielt, die ganze Mannschaft gut gekämpft.
Das nächste Spiel: HSG Stemmer/Friedewalde - HSG (20.2., 19.30 Uhr).
Eine starke Anfangsviertelstunde und sehenswerte 20 Minuten zum Ende der zweiten Halbzeit, in der die Schwerter über den Kampf zum Spiel fanden, reichten also aus, um den Tabellenfünften in die Schranken zu weisen. Dazwischen, siehe oben, stotterte der Motor gewaltig, machten sich die Gastgeber mit einer schlechten Abschlussquote das Leben selbst schwer und gestatteten den Ostwestfalen mit oftmals schlechtem Stellungsspiel in der Abwehr zu viele Freiräume. Nach 36 Minuten schien es beim 16:19 schlecht bestellt für die Schwerter, denen die offensive Deckung gegen den agilen Sebastian Lingstädt nicht schmeckte. Doch Jens Klostermann und Timm Höntsch zeigten, wie gut gespielte Angriffe abgeschlossen werden und sorgten so für die Initialzündung, die das Blatt in einer turbulenten Schlussphase mit vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten zugunsten der HSG wendete.
0mitdiskutieren