Gut gegen Viren
15.11.2009 | 15:39 Uhr 2009-11-15T15:39:00+0100Schwerte. Wenn der Chef fehlt, lassen die Mitarbeiter schon mal die Puppen tanzen – nicht so die Oberliga-Damen des VV Phönix Schwerte. Sie schlugen den TV Dülmen mit 3:0 (22,23,27).
Selbst nur als absolute Rumpftruppe angetreten, reichten sie ihrem kranken Übungsleiter Ralf Tinnefeld mit dem zweiten 3:0-Erfolg innerhalb von acht Tagen im übertragenen Sinne die perfekte Arznei.
„Ralf hatte ein gutes Gefühl. Das 3:0 klingt deutlicher, als es spielerisch war”, resümierte Aushilfstrainerin Jenny Golombek, selbst mit kratziger Stimme und weißem Schal um den Hals gelegt. Sie monierte das durchwachsene Spiel der Schwerter Annahme, welches den VVP-Damen nie einen entscheidenden Vorsprung in den Sätzen ermöglichte.
Zwei umkämpfte Ballwechsel in Folge und eine aufmerksame Annika Klotz in der Netzmitte brachten Phönix in Durchgang eins erstmals vier Punkte auf Distanz (11:7). Es war deutlich ersichtlich, dass beide Mannschaften zu ihrer Sicherheit finden mussten. Kompromisslose Angriffsaktionen wie die kurze Variante von Annika Klotz, die in der Folge zu selten als Waffe gegen den in der Mitte löchrigen Dülmener Block eingesetzt wurde, blieben Mangelware und die Gäste im Geschäft (14:14, 19:19). Zweimal Miriam Lutz sowie der ruhende Pol Christine Bäker mit Diagonalangriffen ermöglichten zwei Satzbälle. Klotz nutzte unter Zuhilfenahme der Netzkante gleich den ersten.
Schwungvoll und nahezu mühelos gelang der Start in Durchgang zwei (8:1). Doch so schnell diese spielerische Glanzwelle gekommen war, ebbte sie auch wieder ab. Über 12:6 und 13:10 übernahm Dülmen beim 14:15 erstmals die Führung, weil Schwerte kein Kapital aus der zuvor enorm hohen Fehlerquote zog und sich selbst einfache Missgeschickte leistete. Die Aussicht auf den Satzgewinn (18:20) schien Dülmen aber zu lähmen, weshalb Phönix am Ende leichtes Spiel hatte.
Ausgeglichen der Start in den dritten Satz (7:7), der die Gastgeberinnen anschließend wieder im Vorteil sah (12:8). Beim 21:16 schienen die Fronten geklärt, doch Schwerte hatte Satz und Match wohl zu früh abgehakt (22:22). Wieder Klotz verwandelte zum 25:23 – vermeintlich, denn die Unparteiischen hatten es besser gesehen. Drei Anläufe später war der Sieg unstrittig, als der Ball nach Lutz' Aufschlag die Hallendecke touchierte – durchatmen und auskurieren!
VVP: Abels, Bäker, Klotz, Knop, Lüdeking, Lutz, Meyer, Pollmann; Das nächste Spiel: VC Essen-Borbeck 2 - VVP (Sa., 21.11., 16 Uhr).
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