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Erst gequält und dann zur OP

27.07.2011 | 16:03 Uhr
Erst gequält und dann zur OP
Die Schwerter Olaf Krüger, Anja Michelund Reiner Malchow mit dem Finisher-Shirt

Schwerte.Neun Stunden, 58 Minuten und 42 Sekunden war Olaf Krüger am Sonntag während des Ironman Germany in Frankfurt unterwegs. Im Wasser, auf dem Rad und mit den Laufschuhen. Mittwoch lag er beim Arzt auf der Liege und wurde operiert. Seit Wochen quält sich der Triathlet der SG Eintracht Ergste mit einem Leistenbruch herum. „Es war aber immer klar, dass ich mich erst nach dem Ironman operieren lasse“, sagt Krüger.

Zusammen mit seinen Vereinskollegen Anja Michel und Reiner Malchow startete er in der Main-Metropole. Bei knallharten Bedingungen. „Es war bitter kalt, der Wind blies einem kräftig in Gesicht. Das war kein optimales Triathlon-Wetter“, erklärt Anja Michel. Sie startete erstmals über die Ironman-Distanz von 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und zum Schluss noch einmal 42,195 Kilometer Laufen.

Nur durchkommen

„Für mich hieß es, einfach nur durchzukommen“, sagt Michel. Und sie kam ins Ziel. Mit einer Zeit von 12:58,49 Stunden. Damit erreichte sie in der Altersklasse 40 bis 44 den 27. Rang. Vor allem beim abschließenden Lauf präsentierte sie sich richtig stark und war in der Zeit von 4:14,00 Stunden die 17-beste ihrer AK.

Für Olaf Krüger war das dagegen schon der achte Ironman. In Frankfurt startete er mit einer neuen Taktik: Schnell schwimmen, entspanntes Rad fahren und beim Marathon noch einmal richtig anziehen. Und seine Taktik ging voll auf. Er knackte erstmals die Zehn-Stunden-Marke. „Zuletzt bin ich beim Laufen immer eingebrochen, weil ich in den zwei Disziplinen zuvor zu viel Gas gegeben hatte. Diesmal ging meine Rechnung auf.“ Er kam mit seiner Gesamtzeit in der Altersklasse 40 bis 44 auf Rang 72. Im Gesamtklassement auf Platz 271.

In Frankfurt starteten 2500 Athleten. Knapp 2000 kamen nur ins Ziel. Die Kälte und der Wind waren für viele eine zu hohe Hürde. Die Schwerter hielten aber allesamt durch. Sie trugen beim Radfahren nicht nur den gewohnten Einteiler. Drüber zogen sie sich noch eine Weste, eine Regenjacke, dazu Armlinge, um sich so gegen die Kälte zu schützen.

So auch Reiner Malchow, der ebenfalls in der Altersklasse 40 bis 44 gemeldet war. Seine Schwimmzeit von 1:17,53 Stunden bedeutete die 366. Zeit in seiner AK. Besser wurde es beim Radfahren. Da erreichte er in 5:38,21 Stunden die 203-beste Zeit. Wie seine Teamkollegen startete er letztendlich im Marathon richtig durch. Die Uhr stoppte nach den 42,195 Kilometern bei 3:28,49 Stunden. Nur 59 Athleten seiner Altersklasse waren schneller. So kam Malchow auf eine Gesamtzeit von 10:35,00 Stunden und landete auf dem 147 Rang in seiner AK. Das war gleichbedeutend mit dem 578. Platz in der Gesamtwertung.

„Trotz der Strapazen war das ein tolles Erlebnis für uns alle. Wir haben uns auch gleich wieder für das kommende Jahr angemeldet“, sagt Anja Michel. Dann will Olaf Krüger seine neue Bestzeit knacken: „Ich habe gemerkt, dass da noch mehr drin ist.“ Zu hoffen ist, dass die Sportler dann bessre Witterungsverhältnisse vorfinden.

Thomas Schulzke

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