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Ergste sieht Grün

15.06.2012 | 16:59 Uhr
Ergste sieht Grün
So könnte das Waldstadion Bürenbruch mit Kunstrasen aussehen. Fotomontage: Manuela Schwerte/press

Schwerte.   Seit sechs Jahren führt die SG Eintracht Ergste mit der Stadt Gespräche über den Bau eines Kunstrasenplatzes. Nun sind sich beide Seiten einig.

Der Kampf um einen Kunstrasenplatz für die SG Eintracht Ergste hatte schon einige Anführer. Nach Klaus Niemann und Rainer Hermes ist Dirk Kienitz der dritte Vorsitzende des Gesamtvereins, der ihn fortführt.

Inzwischen haben die Kunstrasen-Gespräche zwischen Verein und Stadtverwaltung im Rathaus einen eigenen dicken Ordner, der erste Eintrag datiert von 2006. Und nach dem bislang letzten vom 18. April 2012 herrscht weitestgehend Einigkeit. „Wir sind schon sehr weit“, verraten der SGE-Vorsitzende Kienitz und Ulrike Schulte vom Fachbereich Schule und Sport unisono.

Für alle roten Parzellen hat die SGE bereits Spender gewonnen. Screenshot: www.sge-ergste.de

Einen weiteren Schritt hat die SGE durch die Ratssitzung am Mittwoch gemacht. Dabei verabschiedete der Rat mit seinem Sanierungsplan zugleich den Haushalt 2012/13, in dem ein Baukostenzuschuss von 141 000 Euro für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes in Ergste festgeschrieben ist. Die Aufsichtsbehörde des Regierungsbezirks in Arnsberg hat nun darüber zu entscheiden, ob sie dem Sanierungsplan komplett oder mit Änderungswünschen zustimmt. Nur wenn sie den Sanierungsplan ablehnt, fällt auch der geplante Haushalt 2012/13. Dann wären die 141 000 Euro, die Ergste als Zuschuss erhalten soll, hinfällig. „Ich hoffe, dass wir bis September eine Entscheidung haben“, sagt Ulrike Schulte von der Stadt.

200.000 Euro Eigenleistung

„Wenn alles gut geht, können wir nach dem Winter mit dem Bau starten“, erklärt der Vorsitzende der SGE-Fußballabteilung, Detlef Ens. Der Verein habe mit verschiedenen Baufirmen verhandelt und geht davon aus, zusätzlich zum Zuschuss der Stadt rund 200 000 Euro selbst leisten zu müssen. Bereits zum 1. Januar hat er dafür die Mitgliedsbeiträge bei den Fußballern erhöht. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen von rund 10 000 Euro pro Jahr fließen komplett auf das Sonderkonto „Kunstrasen“. Dort liegen zudem bereits Einnahmen aus einer Spendenaktion: Privatleute wie Firmen können gegen eine gewisse Summe zum Paten für einzelne Parzellen des Platzes werden. Rund 15 000 Euro sind bislang zusammengekommen. Für die Finanzierung des Kunstrasens wird der Verein zusätzlich einen Kredit aufnehmen.

Wenn aus Arnsberg grünes Licht kommt, will die SGE mit der Stadt neben dem Bau- und Errichtungsvertrag zusätzlich den geforderten Pflege- und Überlassungsvertrag abschließen. Auch über dessen Konditionen haben sich beide Seiten bereits abgestimmt.

Florian Riesewieck

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