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Fußball-Landesliga

Endlich erster Sieg für den VfL

29.08.2010 | 23:37 Uhr
Endlich erster Sieg für den VfL

Schwerte.Erleichterung beim VfL Schwerte. Nach zwei Niederlagen gelang dem Landesligisten im dritten Saisonspiel beim TuS Plettenberg endlich das erhoffte Erfolgserlebnis. Mit 3:0 (0:0) bezwangen die Schwerter am Sonntag die weiterhin sieg- und torlosen Sauerländer und können jetzt etwas gelassener der kommenden Aufgabe gegen den Hasper SV entgegen sehen.

„Wenn wir das Spiel verloren hätten, dann hätten wir ganz lange im Keller gestanden“, weiß Trainer Rüdiger Kürschners, wie wichtig dieser Dreier für seine Mannschaft ist. Pascal Schepers, Berkan Vardi und der unmittelbar zuvor eingewechselte Alexander Peters ließen ihre Farben im zweiten Durchgang jubeln.

Allerdings taten sich die Ruhrstädter gegen einen schwachen Gegner in der ersten Halbzeit zunächst relativ schwer. Die Plettenberger, die fast ausschließlich mit weiten und hohen Bällen in die Spitze operierten, erspielten sich zwar keine zwingenden Möglichkeiten, dennoch beschäftigte der ständig rotierende und pfeilschnelle Angreifer Yasin Güzelcümbüs die bisweilen nicht immer sicher wirkende Defensive der Blau-Weißen mehr als es Trainer Kürschners recht gewesen sein dürfte.

Möglicherweise hätte der nach seinen guten Trainingsleistungen in die Startelf gerückte Jonathan Zunda etwas mehr Ruhe ins Spiel der Gäste bringen können, als er nach einer Flanke von Jerome Juskowiak unbedrängt zum Kopfball kam. Doch zum Entsetzen seiner Mitspieler und fassungslosen Trainers köpfte er das Leder aus kürzester Distanz neben das Gehäuse (16.). „Das sind doch Dinger, die muss man einfach machen“, echauffierte sich Kürschners an der Seitenlinie. Juskowiak machte es wenig später nicht besser, als er freistehend vor Plettenbergs Keeper Maik Stern auftauchte, sein Schuss entpuppte sich allerdings allenfalls eine Rückgabe.

Dennoch bekamen die Schwerter mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr Übergewicht, dominierten klar das Mittelfeld, allein im Offensivspiel haperte es noch, obwohl Juskowiak und der zur Pause angeschlagen ausgewechselte Alexander Klusch viel Druck auf den Außenbahnen machten. Schepers, der nach einer Ecke den Ball nicht richtig traf (33.), und Zunda, der statt selbst zu schießen, uneigennützig auf Klusch auflegen wollte (38.), vergaben vor dem Wechsel weitere gute Möglichkeiten. „Da muss man mal selbst Verantwortung übernehmen, egal, ob das Ding rein geht“, befand Kürschners.

Mit Wiederbeginn agierten die Blau-Weißen weitaus zielstrebiger nach vorne, machte sich jetzt das Mitwirken von Mehmet Aslan bemerkbar, der eine unglaubliche Präsenz ausstrahlte und an fast jeder torgefährlichen Aktion der Gäste beteilig war. So auch beim Führungstreffer, als er einen Kopfball von Schepers direkt weiter leitete auf Zunda, der auf und davon eilte. Diesmal machte er alles richtig und bediente bei einer 2:1-Überzahl den mitgelaufenem Schepers, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (57.). Plettenberg wirkte danach konsterniert und Vardi erhöhte mit einem toll um die gegnerische Mauer gezirkelten Freistoß auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte schließlich der wenige Sekunden zuvor ins Spiel gekommene Peters. Nach Aslans tödlichem Pass schien er sich den Ball eigentlich schon zu weit vorgelegt zu haben, aber irgendwie kam er noch mit der Spitze an das Leder und bugsierte das Spielgerät am herausgelaufenen Keeper vorbei über die Linie (86.).

L VfL Schwerte: Knies; Tuday, Tschersich, Buchwald, dos Santos, Schepers, Juskowiak (85. Peters), Krause, Klusch (46. Aslan), Zunda (75. Körner), Vardi.

Tore: 1:0 Schpers (57.), 2:0 Vardi (73.), 3:0 Petes (86.).

Helmut Muschiol

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