Dreimal Markovic für Hennen
22.03.2010 | 13:24 Uhr 2010-03-22T13:24:00+0100Schwerte. Nach der Pause ging's zur Sache. Während Hennen gegen Herdecke nach torloser erster Halbzeit ein 3:1 herausschoss, ging Geisecke trotz einer überlegen geführten ersten Halbzeit mit 2:5 in Wengern baden.
SC Hennen - TSG Herdecke 3:1 (0:0). Der SC Hennen hat mit einem 3:1 (0:0)-Heimsieg gegen die TSG Herdecke nach Punkten mit dem ETuS/DJK Schwerte (0:6 im Derby beim VfB Westhofen, sieben obenstehenden Bericht) gleichgezogen, die Östlichen dank des deutlich besseren Torverhältnisses überholt und als nunmehr Neunter Tuchfühlung zur oberen Tabellenhälfte aufgenommen.
Die Trainer Peter Habermann und Stefan Kolatke hatten den Hausherren eine andere, weitaus forschere Grundausrichtung mit auf den Weg gegeben als beim glücklichen 3:2 in Witten. Das schlug sich schon auf dem Papier nieder: Mit Niels von Pidoll als zweiter Spitze und Michael Weigelt auf der linken Seite (für Robin Benner und Karsten Schebesta) war der Sportclub sichtbar offensiver aufgestellt.
Das schlug sich auch auf dem Feld nieder. Deutlich mutiger und mit mehr Vorwärtsdrang, erspielte sich Hennen erste Chancen. TSG-Torwart Kevin Beinsen verhinderte gegen Zimeks Schüsse zweimal das 0:1 (7., 10.). Machtlos wäre er wohl bei Hauke Reimanns Nachschuss in Minute zehn gewesen, mit dem schwächeren linken Fuß zielte der rechte Mittelfeldspieler drüber. Einen Kopfball von Nico Mantovani parierte Beinsen am kurzen Pfosten ebenfalls gut (19.).
Die Gäste strahlten nur vereinzelt aus der Distanz Gefahr aus. Die verbesserte Arbeitsteilung im Hennener Mittelfeld zwischen Abräumer Benny Meyer, Kapitän Nico Mantovani und dem emsigen, zuweilen fehlerbehafteten Rico Zimek zahlte sich im zweiten Durchgang aus. Von Pidoll wurde von Benjamin Gasi unüberlegt umgerissen, den fälligen Strafstoß netzte – wer sonst? – Matijas Markovic zur Führung ein (47.).
Von Pidoll nach einem gut vorgetragenen Angriff über Meyer und Markovic (51.) sowie Weigelt (61.) hatten das 2:0 auf dem Schlappten. Es wäre wohl die Entscheidung gewesen, doch stattdessen kam Herdecke zurück. Christian Metz' Flanke rutschte zum zweiten Pfosten durch, wo Elfmeter-Sünder Gasi zum 1:1 einklinkte (74.).
Aber es war noch nicht aller Tage Abend, schließlich hatte Torgarant Markovic noch kein zweites Mal getroffen. Bei Mantovanis Kopfballvorlage wohl tatsächlich leicht im Abseits stehend (77.), profitierte er Sekunden später von Andreas Zemljarics toller Vorarbeit – 2:1 (78.). Und in der Schlussminute legte er bei einem Konter das gar 3:1 nach.
SCH: T. Mantovani, Draxler, Weigelt, Krawczyk, Kutlu, Meyer, Markovic, Zimek, Reimann (66. Benner), N. Mantovani (83. Loos), von Pidoll (57. Zemljaric); Tore: 1:0 Markovic (47.), 1:1 Gasi (74.), 2:1, 3:1 Markovic (78., 90.); Bes. Vork.: Gelb-Rot gg. Schneider (90./+1, wg. wdh. Foulspiels); Das nächste Spiel: SC Obersprockhövel - SCH (So., 28.3., 15 Uhr, Am Schlagbaum).
TuS Wengern - SV Geisecke 5:2 (0:0). Nicht nur Trainer Migas war sprachlos. Auch die wenigen Geisecker Fans, die den Weg zum Waldsportplatz Brasberg gefunden hatten, wussten nach dem Abpfiff beim Tabellenzweiten nicht, was sie über das 2:5 sagen sollten. 50 Minuten hatten die Kleeblätter mehr als auf Augenhöhe mitgespielt, um dann binnen knapp 20 Minuten fünf Tore zu kassieren. Wann hat es so etwas zuletzt gegeben?
Geisecke kassiert fünf Tore in zwanzig Minuten
Im ersten Durchgang war der Gast wirklich spielbestimmend. Keeper Lotz musste in der Anfangsphase nur ein einziges Mal eingreifen und klärte dabei einen Berghaus-Schuss mit dem Fuß. Die Geisecker spielten sehr diszipliniert und aus einer ganz sicheren Abwehr heraus die Bälle nach vorne. Im Mittelfeld wurde gut verteilt und der Sturm mit Strafraumszenen versorgt.
Auf dem Papier war Geisecke krasser Außenseiter, ihre Präsentation auf dem Kunstrasen war nach der langen Winterpause aber alles andere als außenseiterhaft. Die Migas-Elf hielt sich genau an die Vorgaben und ließ die Platzherren nicht ins Spiel kommen. Nach gut zwanzig Minuten dann die ersten Möglichkeiten. Frohn (22.), Thiele nach einem guten, aber unnötigen Solo (24.), Kramer, der knapp im Abseits stand (26.), noch einmal Frohn (27.) und Woort mit einem Kopfball genau in die Arme von Keeper Haugrund verpassten aber vier wirklich gute Möglichkeiten in fünf Minuten. Wengern hatte dem wenig entgegenzusetzen und wurde im Laufe der ersten Halbzeit in der Abwehr immer löchriger. Geisecke nutzte die sich bietenden Chancen aber nicht, und so ging man anstatt mit einer Führung nur mit einer Nullnummer in die Pause.
Dort gab TuS-Coach Martin Freitas seinen Jungs eine Ansage vom Feinsten und die trug im zweiten Durchgang Früchte. Es war, als hätten die Mannschaften die Trikots getauscht, hatten sie aber leider nicht. Geisecke kam überhaupt nicht ins Spiel, ließ die Zuordnungen schlurren, gab das Mittelfeld kampflos ab, und der TuS startete durch. Nach nur vier Minuten im zweiten Durchgang nahm das Unheil mit dem 1:0 durch Wilkus dann seinen Lauf. Im Minutentakt überrannten Kapitän Wilkus und seine Mitspieler die SVG-Abwehr. Hätte Keeper Alexander Lotz nicht einen guten Tag erwischt, wer weiß, wie oft er noch hätte hinter sich greifen müssen. So stand es nach 70 Minuten und weiteren Treffern von Di Tavi (51./70.) und Knepper (60./62.) schließlich 5:0. Und die Geisecker hatten keine wirklich gute Strafraumszene dagegenzusetzen. Nach Wilkus-Foul an Kinscher sorgte „Toto” Kramer per Elfmeter für das 1:5 (80.). Mathis Leuer traf in der 89. Minute zum 2:5-Endstand.
SVG: Lotz; Thiele, Baumdick, Goldschmidt (62. Lis), Hanno Leuer, Woort, Apostel (70. Martella), Tschersich (56. Mathis Leuer), Frohn, Kinscher, Kramer. Tore: 1:0 Wilkus (49.), 2:0 Di Tavi (51.), 3:0 Knepper (60.), 4:0 Knepper (62.), 5:0 Di Tavi (70.), 5:1 Kramer (FE/ 80.), 5:2 Mathis Leuert (89.); Das nächste Spiel: SVG - Hedefsport Hattingen (Son 28. März 15 Uhr Sportplatz Buschkampweg).
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