Der Schlüssel ist die Motivation
10.02.2012 | 17:46 Uhr 2012-02-10T17:46:00+0100
Schwerte. Die drei Herren-Teams der HSG peilen an diesem Wochenende die volle Punktausbeute an.
Kontrastprogramm für die Handball-Herren der HSG Schwerte/Westhofen: Eine Woche nach dem Saisonhighlight vor voll besetzen Rängen der FBG-Halle mit der stolzen 34:34-Remis gegen Landesliga-Spitzenreiter Sundwig/Westig geht es am Samstag (15.30 Uhr) in die triste Atmosphäre einer meist nur spärlich besetzten Hagener Turnhalle Mittelstadt, wo mit der Drittgarnitur des Regionalligisten VfL Eintracht der Achte wartet.
Kein leichtes Unterfangen also für Trainer Niclas Kohl, seine Schützlinge auf ein ähnliches Motivations-Level zu hieven. Schon im Hinspiel hatte sein Team gegen eine damals extrem ersatzgeschwächte VfL-Truppe größte Mühe, mit 39:37 die Oberhand zu behalten.
Diesmal dürfen sich die Schwerter auf einen wesentlich besser besetzten Gegner einrichten, denn bei Heimspielen kann der mittlerweile alleine verantwortliche Trainer Lars Breuer meist einen starken Kader aufbieten. Beim jüngsten Heimcoup, dem 37:27 über Warstein, trumpften beispielsweise die verbandsliga-erfahrenen Wolf und Gurol groß auf.
Andererseits haben die Ruhrstädter gerade zu Beginn der Rückserie bewiesen, dass sie auch auswärts ihren Spaß- und Offensivhandball durchziehen können. Die 40:32-Erfolge in Schwelm und Wetter haben zur Festigung des ehrenwerten sechsten Platzes verholfen. Und sollte in der Fremde der dritte Streich in Serie gelingen, winkt sogar ein Platztausch mit dem VfS Warstein.
Beim Abschlusstraining gab es eine lange Zusatzeinheit, feierte die HSG in den Geburtstag von Kreisläufer Peter Hengstenberg hinein. Überhaupt könnte die Stimmungslage kaum besser sein, was sich auch in der personellen Kontinuität für die kommende Spielzeit niederschlägt. So haben in Hendrik Ciomber und Tarek Alissa zwei weitere Akteure ihren Verbleib bekundet, gibt es überhaupt keinen Abgang, wenn man davon absieht, dass Jens Klostermann aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen künftig nur noch als Stand-by-Spieler fungieren wird, was letztlich auch auf Dominik Thäsler zutrifft. „Wir müssen uns in Hagen auf harte Arbeit einrichten. Das geht nur, wenn die Einstellung stimmt“, weiß Niclas Kohl um die Hagener Stärken beim schnellen Gegenstoß. Personell kann das Team aus dem Vollen schöpfen.
Das gilt auch für die zweite Mannschaft und ist angesichts des knappen Kaders und der Bedeutung der Partie am Sonntag (17.30 Uhr) auf eigenem Parkett gegen den Tabellennachbarn TV Ennigerloh besonders wichtig. „Wir müssen uns die in Beckum verlorenen Punkte zurückholen, denn die Aufgaben der nächsten Wochen werden noch schwerer“, möchte Trainer Peter Bachmann unbedingt vermeiden, noch in den Bezirksliga-Abstiegskampf gezogen zu werden.
Den ersten Vergleich hatten die Ruhrstädter hauchdünn mit 27:26 gewonnen. Und auch diesmal könnt es ganz eng werden, denn Ennigerloh hat sich durch Routiniers wie die Zielke-Brüder und Wellnitz verstärkt, setzt also wie Beckum auf die Erfahrung eins höherklassig aktiver Akteure. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen, hohe Einsatzbereitschaft zeigen und unsere Chancen besser nutzen“, lautet Bachmanns „Fahrplan.“
Die nach drei Niederlagen in Serie wieder in Abstiegsgefahr geratene Drittgarnitur der HSG empfängt am Sonntag um 15.30 Uhr den im gesicherten Mittelfeld postierten VfS Warstein II und möchte sich für die 23:29-Hinspielschlappe revanchieren.
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