Cleverer VfL nutzt Fehler in Unterzahl
29.07.2007 | 00:40 Uhr 2007-07-29T00:40:31+0200Schwerte. Trotz 70-minütiger Unterzahl hat Favorit VfL Schwerte den Rivalen aus dem Schwerter Osten im Finale verdient mit 3:1 (1:0) bezwungen. Grundlage hierfür war eine disziplinierte taktische Leistung der Schink-Elf und das konsequente Ausnutzen indiv
Ein früher Platzverweis als Knackpunkt? So sah es jedenfalls ETuS/DJK-Trainer "Delle" Brockhaus (siehe Box), und falsch lag er damit nicht. Was war geschehen? Bereits nach 19 Spielminuten handelte sich Berkan Vardi seine zweite Verwarnung ein - Platzverweis! Was von der Tribüne aus nicht ersichtlich war, klärte der konsequente Schiedsrichter auf. Dieser hatte auf Bitten Vardis, wegen Meckerns schon gelbbelastet, die ETuS-Mauer bei einem Freistoß gestellt und der Sünder dies zum Ausführen ausgenutzt. "Eine Pflichtverwarnung", so der Unparteiische.
Der VfL ließ sich durch diese Dezimierung nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Mit kompaktem Mittelfeld und disziplinierter Abwehrleistung zog der Verbandsligist dem zwei Klassen tiefer spielenden ETuS/DJK den Zahn.
"Tiese" Roos hätte noch bei nummerischer Gleichzahl die Führung erzielen können, als er nach schnell ausgeführtem Freistoß von dos Santos nur mit der Fußspitze an den Ball kam (8.). Einem Torwartfehler von Andre? Haberschuss entsprang dann die VfL-Führung. Demircis Freistoß hielt der Schlussmann nicht fest, dos Santos staubte ab (30.). Ansonsten sorgten nur kleinere Unsportlichkeiten für Aufsehen. Braiers Einsteigen gegen den durchstartenden Roos war ein Grenzfall (38., "Gelb"), und der nahezu abgemeldete Dennis Frohn verlängerte eine Aktas-Flanke per Hand an den Pfosten (42.).
Nachdem Weber leichte Probleme mit einem Aktas-Freistoß gehabt hatte (50.), nutzte "Tiese" Roos ein schlampiges Abspiel von Selcuk Aktas zu einem Solo aus der eigenen Hälfte. In Klasse-Manier überwand er auch noch Haberschuss - 2:0 (54.).
Geschlagen waren die "Östlichen" aber noch nicht. Landete Frohns Kopfball nur an der Latte (56.), legte der Stürmer dann für Tim Schöps auf, der aus 18 Metern traf und verkürzte (60.). Im Anschluss fehlte jedoch die zündende Idee, und dem VfL genügten nach Webers Abstoß zwei Stationen, um durch Mentor Rexhepi die Entscheidung herbeizuführen (83.).
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