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VfL Schwerte

Abfuhr allererster Kajüte

15.11.2009 | 17:46 Uhr

Olpe. Mit einer Abfuhr (0:6) allererster Kajüte endete für den VfL Schwerte der 14. Spieltag in der Fußball-Westfalenliga. Sechs Stück bekamen leidenschaftslose Blau-Weiße von der SpVg. Olpe eingeschenkt - das war eine Rückschlag nach dem 3:0 über den BV Brambauer.

VfL Schwerte, Gastspiel in Olpe, Szene mit Momo Aydin (li.-) und Bastian Asmus

„Dieses Ergebnis ist ein Hammer”, kommentierte Co-Trainer „Shorty” Klang. Er wusste auch, wo der Hase im Pfeffer lag: „Wir haben am Anfang die Tore durch individuelle Fehler reingekriegt. Aber Olpe war uns auch so läuferisch, kämpferisch und spielerisch in allen Belangen überlegen”.

Hätten sich die Schwerter doch wenigstens gewehrt im Stadion Kreuzberg! Das hätte die Niederlage gegen die Mannschaft der Stunde erträglicher gemacht - und sie vielleicht sogar in Grenzen gelassen. So aber gab's auf die Fresse, weil die Olper gedanklich schneller, spritziger in den Zweikämpfen und läuferisch mit größerer Bereitschaft brillierten. „Beim VfL haben einige Akteure das Spiel schon vor dem Anpfiff abgehakt”, mutmaßte ein Kenner der Szene.

Da könnte er sogar recht haben. Die Ruhrstädter wehrten sich nicht, verbuchten über 90 Minuten nicht eine einzige brandgefährliche Torchance und machten einen Spieler zum Ritter der traurigen Gestalt: Torwart Dominik Altfeld. Der nahm sich die sechs Gegentore sehr zu Herzen, machte vor dem Gang in die Kabine einen Abstecher auf die Tribünenstufen des Olper Stadions und musste sich von Trainer Olaf Muschal trösten lassen. Dabei muss gerade Altfeld sich keine Fehler ankreiden lassen und hielt mit mindestens zwei guten Taten das Ergebnis sogar noch in Grenzen. Mit anderen Worten: Es hätte auch noch schlimmer kommen können.

Das Unheil nahm schon nach fünf Minuten seinen Lauf, als Stenmans mit einer langen Bogenlampe aus gut 20 Metern unvermittelt ins lange Eck traf. Dem 2:0 ließ Thomassen das 3:0 folgen - mit ebenso tatkräftiger wie unglaublicher Hilfe von Sebastian Schrage, der einen Rückpass millimetergenau in den Lauf des Olpers spielte. Schon das war die Messe gelesen, die restlichen Tore waren nur noch eine Formsache gegen eine Schwerter Mannschaft, die in Olpe den Beweis der Westfalenligatauglichkeit leider schuldig blieben.

Alle Spielberichte: www.derwesten.de/westfalenliga

SpVg. Olpe - VfL Schwerte 6:0 (4:0)

VfL: Altfeld, Schrage (46. Tuday), Asmus, Aslan, Tost, Arslan (73. Cekirdek), dos Santos, Aydin, Isiktekin, Wemer (46. Schepers), Mühlhof; Tore: 1:0 (5. Stenmans), 2:0 (30. Thomassen), 3:0 (35. Thomassen), 4:0 (40. Stenmans), 5:0 (78. Stenmans), 6:0 (89. Stenmans); Das nächste Spiel: VfL - SF Siegen 2 (29.11., 14.30 Uhr Schützenhof).

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