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Schwelmer Baskets : Flexibler durch die neuen Spieler

Schwelm, 31.07.2009, Frank Winter

Alle sind da. Es kann losgehen. Und es geht richtig los. Zunächst in Sachen Kondition. Laufen steht zwei Wochen lang auf dem Trainingsplan der Schwelmer Baskets. Danach geht's an die spielerischen Feinheiten. Schließlich müssen gleich fünf neue Spieler integriert werden.

Der Umbau ist in der Tat heftiger als zuletzt. Mit Alexander Starr und David Bunts sind nicht nur zwei neue Amerikaner an Bord. Auch die jungen Max Kramer, Felix Werner sowie Niklas Cox gehören neu zum Team. Speziell auf den „kleinen Positionen” hat sich viel geändert, ist mit Achim Beiersmann nur ein Akteur geblieben.

„Jeder muss sich beweisen. Die Positionen sind nicht eindeutig verteilt.«

Eine neue Situation in Schwelm also auch für Raphael Wilder. Eine Situation, mit der der Trainer gut leben kann: „Jeder muss sich beweisen. Die Positionen sind nicht eindeutig verteilt.” Zwar seien die beiden Amerikaner sicherlich gesetzt. Doch das habe letzte Saison ja eben neben deren Landsleuten Krzyminski und Matthews auch für Benni Rust gegolten, der nun für den Ligarivalen Schalke spielt.

Dabei hat „Raffi” Wilder er als ersten Eindruck mitgenommen, dass die Mannschaft motiviert wirke, sich jeder beweisen wolle. „Es ist eine Chance für viele”, sagt der Trainer zur neuen Lage. Das gilt auch für Nachwuchsspieler der rundum verjüngten zweiten Mannschaft, von denen eine ganze Reihe von Akteuren eine Doppelllizenz erhalten, also in Landes- wie Regionalliga spielen können.

Die Neuzugänge David Bunts (li.) und Alexander Starr Foto: Joe Schöler Foto: WR

Wilder freut sich speziell über vorhandene Alternativen in der Aufbauposition, auf der David Bunts die klare Nummer eins ist. Doch durch Cox und Kramer seien nun echte Backups vorhanden, so Wilder. Zuletzt hatte der Coach im Falle einer Pause für den Aufbauspieler einen anderen Leistungsträger von dessen etatmäßiger Position abziehen müssen. Wie zuletzt Krzyminski, der Matthews ersetzte.

Von Alexander Starr, dem zweiten Amerikaner, erwartet Frank Herzbruch viel. „Der spielt spektakulär; ein echter Springer”, so das Urteil des Sportlichen Leiters der Baskets. Nicht nur deshalb rechnet er damit, dass „wir attraktiver spielen werden als bisher”. Herzbruchs Begründung: „Wir haben viele schnelle Leute für Fastbreaks. Das ist immer gut, denn Basketball ist ein schnelles Spiel.”

Zunächst gilt jedoch für die Baskets-Spieler, nicht schnell sondern lange zu laufen. Zwei Wochen lang wird täglich zweieinhalb Stunden Kondition gebolzt. Erst dann geht es an den Ball und aufs Feld.

Die sportlichen Ziele sind schnell umrissen. „Wir wollen wieder oben mit dabei sein”, sagt Frank Herzbruch. Ob es für ganz oben reichen wird, lässt er hingegen offen. Dass es wegen der künftigen Teilung der 2. Liga ProB in eine Nord- und eine Südgruppe um zwei Aufstiegsplätze geht, ist allerdings auch den Baskets bekannt. Und attraktiver als die einteilige ProB wäre die Nordgruppe dann auch. Daran schnuppern wollen die Schwelmer allemal.

Der Überblick

  • Geblieben: Achim Beiersmann, Max Dohmen, Julius Dücker, Engin Demircan, Trainer Raphael Wilder
  • Zugänge: David Bunts (BB Salzkotten), Alexander Starr (Centenary College of Louisiana) Niklas Cox, Felix Werner, (beide BG Dorsten), Max Kramer (Baskets Lüdenscheid)
  • Abgänge: Benjamin Rust (FC Schalke 04), Max Brammertz (wahrscheinlich Meckenheimer TuS),Kris Krzyminski, Virgil Matthews, Richard Jurczuk (alle unbekannt)
  • Offen: Kristopher Speier

INFO

Saisoneröffnung in Ennepetal

  • Dem Wunsch der Spieler, die in der Vorbereitung Turniere spielen wollten, kam Trainer Raphael Wilder nach. Gleich deren zwei stehen für die Baskets an. Am 22./23. August treten sie in Bad Kreuznach an, am 29. August in Königsdorf.
  • Tags darauf steht dann die Saisoneröffnung an. Am Sonntag, 30. August, geht es gegen den ETB SW Essen - um 18 Uhr in der Ennepetaler Reichenbach-Sporthalle.
  • In der Schwelmer Halle West war ein Auftritt wegen der Handballtage an diesem und des Heimatfestes am folgenden Wochenende nicht möglich.
  • Ein dicker Dank der Baskets richtet sich also an die Stadt Ennepetal, die das Spiel ermöglichte, obwohl am gleichen Tag bis 16 Uhr mit dem Bezirkskinderturnfest eine weitere Großveranstaltung an gleicher Stelle ausgetragen wird.

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