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NRW-Liga : Kein Spiel der letzten Chance

Schermbeck, 20.11.2009, Ralf Pollmann

Schermbeck. Am Uhlenkrug war es, da stürmte Seyit Ersoy gefühlte 20 Mal ins Abseits. Möglichkeiten erstickten so im Ansatz. Mit ein Grund für das 0:2 des NRW-Ligisten SV Schermbeck vor einer Woche bei SW Essen. „Er muss einfach ein bisschen geduldiger sein”, fordert sein Trainer Martin Stroetzel.

Doch dies allein ist natürlich nicht der Schlüssel, um aus dem Tabellenkeller zu kommen – beziehungsweise erst einmal den Anschluss herzustellen. „Wir wissen, dass wir uns gegenüber Essen enorm steigern müssen”, gibt sich der 44-Jährige vor dem heutigen Gastspiel beim VfB Speldorf keinen Illusionen hin. Der Anpfiff erfolgt um 14.30 Uhr.

Gerade mal drei Plätze trennen die heutigen Kontrahenten, aber neun Zähler liegen bereits zwischen dem Neuling und dem SVS. Also erneut ein Spiel der letzten Chance? „Nein, schließlich sind noch 21 Begegnungen zu absolvieren”, sagt der Schermbecker Übungsleiter. Magere neun Punkte stehen bisher auf der Habenseite, bis zum derzeit rettenden Ufer fehlen zehn.

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Der Gegner

„Speldorf hat vorne schnelle und technisch versierten Spieler”, lobt SVS-Trainer Stroetzel die Offensiv-Abteilung des Gegners. Vor allem auf Oktay Güney, der zuletzt beim 3:1 in Kleve zwei mal traf, wird zu achten sein.

Woher sollen die kommen? „Wir werden alles für die drei Punkte in Speldorf versuchen”, verspricht Martin Stroetzel. Dazu sind allerdings eigene Treffer nötig. Erster Kandidat für Erfolgserlebnisse bleibt dabei Seyit Ersoy trotz seines Abseits-Drangs. Vielleicht helfen ja irgendwann die Trainingseinheiten, in denen schon immer mit zwei Linienrichtern (Stroetzel und Co-Trainer Ibo Sönmez) agiert wird.

Allerdings bedarf es in Speldorf dann auch mehr Unterstützung für die in Essen vor allem nach der Pause alleine gelassenen Ersoy und Tuncay Turgut. Da von Sascha Siebert und Yakup Köse kaum noch etwas zu sehen war, „sind wir hinten reingedrückt worden und die Spitzen hingen in der Luft”, erinnert sich der Coach.

Dass es dann irgendwann klingeln musste, war die logischen Konsequenz. „In Essen zu verlieren, ist kein Beinbruch”, sagt Martin Stroetzel einerseits. Andererseits räumt er jedoch ein, dass es „immer schwieriger wird, die Erfolglosigkeit vom Kopf her zu verarbeiten”. Abhilfe könne da nur schaffen, wenn „alle Mannschaftsteile mal gleichzeitig funktionieren”.

Personell bleibt beim Tabellenletzten aus Schermbeck alles beim Alten. Mykola Makarchuk und Volkan Kiral befinden sich bereits im Lauftraining oder nehmen es nach ihren Bänderrissen im Knie nächste Woche wieder auf. Sie müssen heute in Speldorf natürlich ebenso passen wie Benedikt Jansen, dem noch für knapp zwei Wochen eine Gipsschiene verpasst wurde.

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