„Wir waren jetzt einfach mal dran!“

Der unaufhörlich prasselnde Regen konnte ihm überhaupt nichts anhaben. Und wie ein begossener Pudel musste sich Günter Bruns schon gar nicht fühlen. Dem Trainer von Arminia Klosterhardt stand auch vielmehr gute Laune ins Gesicht geschrieben, weil er sich gestern endlich über den ersten Pflichtspieldreier des Jahres freuen durfte. Den hatten seine Schützlinge mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg über den SV Burgaltendorf eingefahren.

„Wir wussten vorher, dass Burgaltendorf ein unbequem zu spielender Gegner ist. Aber wir waren jetzt einfach mal dran. Wegen der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient“, ordnete der Übungsleiter das Resultat hinterher als gerechtfertigt ein. Das konnte und durfte Bruns auch. Bis dieser Erfolg jedoch in Stein gemeißelt war, bedurfte es zuvor einiges an ehrlicher Arbeit. Dass den Grün-Weißen eine extrem knifflige Aufgabe gegen eine Essener Mannschaft, die voll im Abstiegskampf steckt, bevorsteht, war ohnehin nicht anders zu erwarten.

Mangel an Ideen

Und das zeigte sich gerade in den ersten 45 Minuten deutlich. Die Arminia fand nur sehr träge in die Partie. So etwas wie Spielfluss kam ob des seifigen Untergrunds am Hans-Wagner-Weg auf beiden Seiten nicht wirklich zustande. Aber den Hausherren mangelte es vorrangig auch an Ideen, das Spielgerät gefährlich in die Spitze zu befördern. Das gelang den Gästen in Minute 26 – wenn auch zufälligen Ursprungs. Ein langer Ball landete bei Julian Engelmeyer, der im Sechzehner völlig freistehend aber zum Glück in Arminen-Torhüter Jan Terhorst seinen Meister fand. Die Passivität in der Defensive schmeckte Bruhns gar nicht: „Wir waren in den Zweikämpfen wenig präsent.“

Mit einer taktischen Umstellung zur zweiten Halbzeit sollte der Coach den Schlüssel zum Erfolg dann finden. Kapitän Marc Walenciak wurde von der „Zehn“ wieder zurück ins zentrale Mittelfeld beordert. Mevlüt Furkan Celik bildete jetzt mit Torjäger Pascal Pfeifer eine echte Doppelspitze. Der quirlige A-Jugendliche sorgte im Angriffsspiel der Arminia prompt für Belebung und leitete das 1:0 nach einem Ballgewinn entscheidend ein. Celik bediente Marcel Siwek auf Linksaußen und in dessen flache wie scharfe Hereingabe rutschte Thimo Sousi – Eigentor (62.). Von Burgaltendorf kam in der Vorwärtsbewegung anschließend so gut wie nichts mehr. Klosterhardt ging in der eigenen Hälfte nun auch wesentlich engagierter zu Werke.

Der eingewechselte Carsten Weißert tankte sich gefällig auf der rechten Außenbahn durch und bediente den in der Mitte den lauernden Pfeifer mustergültig: Kopfball, drin das Ding, 2:0 (79.).