„Wir haben Charakter gezeigt“

Tomasz Kaczmarek (Trainer Viktoria Köln): Das ist nicht gut für uns gelaufen. Die Gegentore sind für uns jeweils im falschen Moment gefallen und wir waren dann nicht mehr in der Lage zu kontern. Wenn wir das 1:0 etwas länger hätten verteidigen können, hätten wir uns stabilisiert und wären wohl als Sieger vom Feld gegangen. Unser Gegner war sehr präsent und uns hat am Ende auch die Kraft gefehlt. Da haben wir den Preis für die vielen Englischen Wochen zuletzt gezahlt.

Andreas Zimmermann (Trainer RWO): Nach dem Spiel am Donnerstag war das ein harter Job, die Jungs wieder aufzubauen. Wir haben zwei Tage getrauert und Chapeau vor der Leistung meiner Mannschaft. Jeder konnte sehen, wie topfit sie sind. Wir haben eine gute erste Halbzeit gesehen, in der aber unser erster Fehler gleich bestraft wurde. Andersrum war das dann auch so und das Tor von Alex Scheelen war ihm zu gönnen. In der zweiten Hälfte war es dann ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Nach dem 2:2 wurde es noch einmal ganz eng, doch fast im Gegenzug fiel das 3:2 und zumindest das Ende der Woche verlief positiv. Für uns war es ganz wichtig, Platz vier zu verteidigen.

Torschütze Alex Scheelen: Das Tor hätte ich natürlich lieber gegen Essen gemacht. Das Finale hat richtig Spuren hinterlassen, das tat weh. Umso mehr zeigt das den Charakter unserer Mannschaft. Wir wollten Viktoria ärgern und den vierten Platz verteidigen, das ist uns gelungen. Jetzt kommt noch ein Spiel und dann werden Kräfte aufgetankt.

Torschütze Raphael Steinmetz: Wir wollten uns vernünftig von den Fans verabschieden, das hat, glaube ich, geklappt. Wir wussten um die Stärke von Viktoria und dass sie kommen mussten. Respekt vor der Leistung des Teams nach der bitteren Pokal-Niederlage. Bei meinem Tor habe ich gesehen, dass der Verteidiger die Beine auseinander gemacht hat. Das mache ich im Training auch schon mal ganz gerne.

Innenverteidiger Robert Fleßers: Kaputt? Keine Spur, ich könnte heute schon wieder spielen. Was aber auch daran liegt, dass ich durch die verletzungsbedingte Umstellung in der Innenverteidigung nicht so viel laufen musste. Ich hätte lieber auf meiner festen Position mehr Akzente nach vorn gesetzt.

Außenverteidiger Felix Herzenbruch: Ich hätte nicht gedacht, dass wir noch einmal so zulegen können. Aber wir wollten alles geben.