Wien war eine Reise wert

Die U 17 von NBO, hier bei einem WNBL-Spiel, verpasste den Gruppensieg nur knapp.
Die U 17 von NBO, hier bei einem WNBL-Spiel, verpasste den Gruppensieg nur knapp.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Drei Mannschaften des TC Sterkrade und von NBO traten beim größten europäischen Jugendturnier in Wien an und fuhren begeistert wieder heim.

Erschöpft, aber glücklich und zufrieden kehrten die Basketball-Mannschaften von NB Oberhausen und TC Sterkrade vom Osterturnier aus Wien zurück. Schon traditionell nehmen Teams der beiden Oberhausener Vereine am größten Jugend-Basketball-Turnier Europas teil.

An sechs Tagen steht die österreichische Hauptstadt ganz im Zeichen des Basketball-Nachwuchses. Die insgesamt 14 Turniere der verschiedenen Altersklassen werden in 16 unterschiedlichen Hallen quer durch Wien ausgetragen. Geschlafen wird in zahlreichen Schulen der Metropole.

Mit einem gemeinsamen Bus hatten sich auch die U17 und U15 von NBO sowie ein U16-Team des TC Sterkrade auf den Weg nach Wien gemacht, wo sie mit weiteren Teams aus Italien und Deutschland in einer Schule untergebracht waren. Sofern es die eigenen Spiele ermöglichten, feuerten sich die Oberhausener Teams gegenseitig an und verlebten unvergessliche Tage. „Die Zusammenarbeit der beiden Klubs funktioniert schon seit Jahren prima und hat auch diesmal wieder richtig Spaß gemacht“, zog NBO-Geschäftsführer und U17-Trainer Ralf Weßlowski ein zufriedenes Fazit.

Das bestätigte auch der Sterkrader Coach Marek Lüers, der ebenfalls schon seit mehreren Jahren mit seinen Mannschaften am Turnier in Wien teilnimmt. Diesmal hatte er eine Mischung aus Spielern der U14-1, U14-2 und U16, die in einer der 18 Gruppen der männlichen U16 an den Start ging. Für das Lüers-Team und den mitgereisten Betreuern Sigi Finkeldey und Wolfgang Lüers ging es zunächst gegen das serbische Team Raca. Gegen die schnelle und ruppige Spielweise hatten die Sterkrader so ihre Schwierigkeiten und verloren mit 28:56.

Nächster Gegner war der USV Halle. Gegen das technisch bessere Team war man trotz guter Leistung chancenlos und verlor mit 28:55. Zum Spiel gegen das italienische Topteam aus Rom mussten die Sterkrader ohne die Topscorer Aref Noori und Jakob Finkeldey auskommen. Noori hatte sich gegen Halle am Fuß verletzt und Finkeldey musste erkältet passen.

Angefeuert von den NBO-Mädels zeigten die 69ers trotz der deftigen 19:95 ihre beste Turnierleistung, so dass das Team von den zahlreichen Zuschauern und dem Römer Team mit Standing Ovations verabschiedet wurde. In der Platzierungsrunde ging es gegen UAB Wien. Wieder mit Aref Noori erwischten die 69ers einen guten Start und führten schnell mit 9:0, aber in der 2. Halbzeit ging den Sterkradern die Puste aus und am Ende gab es eine unglückliche 17:26 Niederlage. Zum letzten Spiel gegen USV Jena schworen sich Laurin Lewe, Aref Noori, Leon Korves, Thomas Golland, Selim Vezhdi, Siriphu Hinkrittasriphet, Cedric Roos, Noah Klimmasch, Steven Schlinkert, Jakob Finkeldey und Vassilios Karagiannis nochmal ein und überraschenderweise ging der Sieg mit 32:29 nach Sterkrade, der ausgiebig mit Cola gefeiert wurde.

Ebenfalls nur einen Sieg gab es für die jüngere NBO-Mannschaft im U16-Turnier. Die Mannschaft von Tobias Rosser und Luisa Piekenäcker gewann zum Auftakt gegen Germering 56:47. Gegen die Virum Vipers (24:51), den TSV Grünberg (20:30) und die Mannschaft aus Udine (13:63) hingen die Trauben zu hoch. Dennoch trat auch hier das Trainergespann und die Mannschaft zufrieden die Heimreise an.

Den Sprung in die K.O.-Runde schaffte die WNBL-Mannschaft von NBO in der U18-Klasse. Nach einem leichten 66:8-Erfolg über die zweite Mannschaft von Alba Berlin ging es gegen die Lettinnen aus Jugla, die in den vergangenen Jahren stets zu den besten Teams im Turnier zählten. So lobten Weßlowski und Betreuerin Mandy Krakowski eine Runde Döner als Siegprämie aus, die die Mädels offenbar mächtig anspornte. Beim 47:28-Sieg zeigten die NBO-Mädchen ihre vielleicht beste Saisonleistung und landeten nur wenig später gegen die Vertretung aus Rosenheim mit 57:33 den dritten Sieg.

Im letzten Gruppenspiel gegen Prag war dann allerdings die Luft raus. Trotz 6:0-Führung hieß es am Ende 22:26 und der Gruppensieg war dahin. So ging es im Achtelfinale gegen Jahn München, wo man mit 36:41 erneut den Kürzeren zog. „Da war mehr drin, aber die Mädels waren da einfach platt“, war Weßlowski nicht unzufrieden. Am Döner soll es übrigens nicht gelegen haben. Weßlowski setzte in allen Spielen alle zwölf mitgereisten Spielerinnen ein. Das waren: Sina Wenzel, Zeyneb Yolcu, Carmen Pathe, Pia Häde, Verena Doczyck, Hannah Tüchthüsen, Jolina Gierczak, Gina Wilke, Melisa Kadic, Laura Weißenborn, Alica Delling und Maike Schleisiek.