Wieder nur mit leeren Händen

Verena Doczycks 16 Punkte reichten NBO nicht.
Verena Doczycks 16 Punkte reichten NBO nicht.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
NBO U 17 vergibt im ängstlichen Schlussspurt einen lange Zeit sicher geglaubten Sieg. Kein Punkt in den letzten beinahe vier Minuten.

Exakt drei Minuten und 36 Sekunden waren in der WNBL-Begegnung in der Halle Ost noch zu spielen, als sich Aufbauspielerin Alica Delling ihr fünftes Foul abholte. Die New Baskets führten da mit 52:50 gegen die Osnabrücker Junior Panthers. Doch als die Schlusssirene ertönte, jubelten die Gäste. NBO hatte keinen einzigen Punkt erzielt und stattdessen sieben Zähler kassiert.

Dabei fing es eigentlich richtig gut an. Die U 17 von Ralf Weßlowski und Helge Eggers startete stark in die Partie. Mit einfachem Passspiel und gut gelaufenen Übergabespielen kam die Mannschaft zu einfachen Punkten. Zwar ließen sie noch relativ viel liegen, verteidigten aber mit einer enormen Laufleistung und setzten die Panthers unter Druck. Das Resultat war eindeutig, die 18:8-Führung ließ die Zuschauer auf einen ruhigen Vormittag hoffen. Doch im zweiten Viertel passte es defensiv dann nicht mehr so, auch vorne stockte erstmals der Motor. Die Panthers verkürzten auf 22:21, ehe NBO mit einem 10:0-Lauf die richtige Antwort parat hatte.

Melisa Kadic und Verena Doczyck machten unter den Körben eine gute Partie, auch wenn sie ein paar einfache Zähler liegen ließen. Auch Gina Wilke punktete vom Flügel insgesamt ordentlich. Doch ohne die in Foulprobleme geratene Delling und die durch eine Fußverletzung geschwächte Laura Weißenborn blieb das Spiel von evo NBO zu ausrechenbar.

Osnabrück gelang es deshalb immer wieder, eigene Schwächephasen zügig aufzuholen und die eigentlich überlegene Oberhausener Mannschaft nicht zu weit entwischen zu lassen. Die erste Führung der Gäste folgte im zweiten Durchgang. Kurz vor dem Ende des dritten Spielabschnitts erzielte Kira Wietheuper ihren einzigen Korb des Spiels zum 36:37, aus Oberhausener Sicht. Wilke antwortete aber direkt mit einem Distanzwurf aus der Ecke, so dass NBO mit einer Führung in den letzten Spielabschnitt ging. Hier entwickelte sich nun etwas mehr als sechs Minuten lang ein ausgeglichenes und spannendes Spiel. Osnabrück suchte und fand Emma Eichmeyer und Emily Enochs (18 und 19 Punkte). Dass die beiden Topscorerinnen punkteten, war nicht zu verhindern. Dass aber beispielsweise Carolin Beeke bei den Gästen zehn Punkte beisteuerte, lag an der müden Verteidigungsarbeit. Die beiden starken Serien im ersten Durchgang wurden durch eine aufopferungsvolle Verteidigungsarbeit ermöglicht. Die Gäste mussten aus der Mitteldistanz werfen und vergaben dort einige Körbe. Im zweiten Durchgang schloss etwa Beeke unbedrängt in Ringnähe ab.

Als dann Delling, die sich die Fouls drei und vier hätte sparen können, ausfoulte, schwand auch das Selbstvertrauen. Selbst zwei Auszeiten von Weßlowski gaben der Mannschaft in der letzten Minute keine Sicherheit mehr. Nachdem so viele knappe Spiele bereits verloren wurden, rettete NBO auch dieses unnötig spannend gemachte Spiel nicht mehr über die Zeit.

NBO: Delling (2), Wilke (13), Weißenborn (4), Kadic (10), Doczyck (16); Bielefeld (2), Gels, Häde, Schleisiek (1), Tüchthüsen (2), Wenzel (2).