Walker mit dem Sahnehäubchen

Philipp Goris trifft zum 2:0.
Philipp Goris trifft zum 2:0.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der linke Außenverteidiger der U23 von RWO trifft mit rechts in den Winkel. Das war der Schlusspunkt des munteren 5:0 gegen Nievenheim.

Das Beste kam zum Schluss. Mit seinem eigentlich schwächeren rechten Fuß nagelte Justin Walker aus knapp 20 Metern den Ball exakt in den Knick zum 5:0 (2:0)-Endstand der U 23 von RWO gegen den VdS 1920 Nievenheim.

„Das letzte Mal ist mir das, glaube ich, in der F-Jugend gelungen“, schmunzelte der linke Außenverteidiger der Rot-Weißen nach der Partie. Auch für die wenigen Zuschauer am Leistungszentrum war der Treffer das Sahnehäubchen auf eine durchweg unterhaltsame Partie. Was auch an den Gästen lag, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgaben und sich keineswegs versteckten. „Wir hatten sicherlich unsere Möglichkeiten, aber der Ball wollte heute einfach nicht rein“, befand Gäste-Trainer Thomas Bahr anschließend.

Dennoch war der Sieg der Oberhausener auch in der Höhe verdient. Die Elf von Peter Kunkel übernahm von Beginn an die Initiative und nachdem Manuel Schiebener die erste Chance noch ausgelassen hatte (5.), nutzte Mirac Bayram eine Minute später seine zur Führung. RWO war spielerisch eine ganze Klasse besser, dennoch wurde vor allem im Mittelfeld zuweilen etwas fahrlässig agiert. Besonders Georgios Efthimiou unterliefen zahlreiche Abspielfehler. Kunkel beorderte ihn daraufhin in die Innenverteidigung und zog Kevin Krystofiak nach vorne, was das RWO-Spiel deutlich stabilisierte.

Nievenheim versuchte, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, wo der schnelle Pascal David Tonou durchaus für Gefahr sorgte. Auch ein Distanzschuss von Pierre Schnock verfehlte nur knapp sein Ziel (27.). Zuvor hatte Philipp Goris die große Chance zum 2:0 vergeben, als er Gäste-Keeper Fabian Ritterbach bereits ausgespielt hatte, ehe ihm der Ball versprang und der Winkel zu spitz wurde.

In der 34. Minute machte er es besser. Während die Gäste auf einen Abseitspfiff der im Strafraum stehenden Marcel Landers und Michael Smykacz warteten, startete Goris in die Lücke und vollendete. In der Pause musste Kunkel den auf rechts durchaus agilen Manuel Schiebener vom Feld nehmen, der nach heftigem Meckern kurz vor dem Platzverweis stand. RWO blieb aber spielbestimmend und vor allem Smykacz wurde nun noch spielfreudiger.

Da auch Nievenheim noch seine Chance suchte, blieb die Partie abwechslungsreich mit Chancen hüben wie drüben. Effektiver, weil konsequenter, blieb aber RWO. In der 67. Minute drückte Goris eine scharfe Hereingabe des offensivstarken Niklas Jahny zum 3:0 ein und fünf Minuten später wurde Krystofiak im Strafraum gefoult. Er verwandelte selber sicher und der klare Erfolg gegen das Schlusslicht war in trockenen Tüchern. Die hatten in der 81. Minute noch Pech, als Tonou nur die Latte traf. So blieb ihnen der durchaus verdiente Anschlusstreffer verwehrt und Walker setzte den Schlusspunkt.