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„Viele Höhen und viele Tiefen“

05.02.2012 | 17:40 Uhr
„Viele Höhen und viele Tiefen“
NBO Spielerin Whitney Jones gegen die dichte Zone der Hurricanes. Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Bundesliga-Damen von evo NBO gelingt gegen Tabellennachbar Rotenburg ein 69:55-Arbeitssieg

Es muss ja nicht immer spektakulär sein. Gegen die Avides Hurricanes aus Rotenburg genügte den Bundesliga-Basketballerinnen von evo NBO eine durchwachsene Leistung, um mit 69:55 (30:27) den dritten Sieg in Folge zu feiern.

So klar, wie es das Ergebnis auszudrücken scheint, war die Angelegenheit aber beileibe nicht. „Es gab viele Höhen und viele Tiefen“, brachte Trainerin Julia Gajewski die Leistung ihrer Mannschaft anschließend auf den Punkt. Es fing zunächst mit einem Tief an. Und zwar von beiden Teams. Während die Nervosität auf Seiten der Gäste nach sechs Pleiten in Folge nachzuvollziehen war, gab es für den zerfahrenen Start der Oberhausenerinnen keine rechte Erklärung.

„Womöglich war die Mannschaft noch beim Spiel in der Vorwoche“, vermutete Gajewski, die dies schon vor der Partie ahnte. „Das wird heute schwerer als gegen Osnabrück“, lautete die Prognose die Trainerin, die nach ihrer einwöchigen Klassenfahrt erst am Samstag wieder in Oberhausen eintraf.

Das lag allerdings nicht am Gegner. Denn die Hurricanes erwiesen sich eher als laues Lüftchen. Mit einer soliden Verteidigung gelangen den Gastgeberinnen immer wieder Ballgewinne, die zu Schnellangriffen genutzt wurden. Doch die wurden nur in seltenen Fällen in Punkte verwandelt. Haarsträubende Ballverluste wechselten sich mit fahrlässig vergebenen freien Korblegern ab. Trotzdem führte das Team nach dem ersten Viertel 17:8, nachdem Leonie Prudent mit sechs Zählern in Folge für ein zwischenzeitliches Hoch gesorgt hatte.

Schlendrian

Mit dem scheinbar sicheren Vorsprung im Rücken kehrte aber wieder der Schlendrian zurück und die allmählich ins Spiel findenden Gäste kamen zurück. Deren Zonenverteidigung wurde kaum unter Druck gesetzt und bei den Schnellangriffen blieb die Erfolgsquote niedrig. Auch zwei Auszeiten von Gajewski änderten nichts daran, dass Rotenburg kurz vor der Pause auf 28:27 aufgeschlossen hatte.

Die zweite Halbzeit begann und endete mit einer starken NBO-Phase, dazwischen jedoch war viel Sand im Getriebe. Bis zur 24. Minute wurde der Vorsprung wieder auf 41:29 ausgebaut, doch am Ende des Viertels rettete nur ein Dreier von Valerie Nainima den 49:44-Vorsprung. Der hielt aber nicht lange, nach nicht einmal zwei Minuten glichen die Gäste zum 49:49 aus.

Mehr war für sie aber nicht drin. Gajewski vertraute bis auf die foulbelastete Whitney Jones wieder der Startformation mit Sarah Austmann, Birte Thimm, Val Nainima, Leo Prudent sowie Sharon Beld und schon war in der Verteidigung wieder mehr Zug drin und im Angriff wurde die Zone zum Teil spielend geknackt. Auch zwei Auszeiten von Gäste-Trainer Roland Senger innerhalb von sechs Sekunden brachten nichts mehr, die nun konzentrierten und souveränen Oberhausenerinnen ließen die Hurricanes diesmal nicht wieder ins Spiel kommen.

Ralf Bögeholz

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