Viel Lob, viele Medaillen
15.01.2012 | 18:37 Uhr 2012-01-15T18:37:00+0100
Sterkrade-Nord gelang eine richtig gute Westdeutsche der Jugendlichen im Badminton.
Große Titelkämpfe liefern viele Zahlen. 300 Spiele, 26 Schiedsrichter, fünf Liter Bolognese-Sauce und 300 Würstchen etwa. Das sind einige Randdaten der westdeutschen Jugendmeisterschaften im Badminton, die Sterkrade-Nord jetzt in den Hallen der Gesamtschule Osterfeld erfolgreich ausrichtete. Belohnt wurden die Sterkrader nicht nur mit Lob, sondern auch mit Titeln. So gewann Ramona Hacks in der U 19 im Einzel. Nordlerin Jennifer Karnott siegte mit Linda Efler (Emsdetten) im U 19-Doppel, im Mixed schied Karnott (eigentlich U 17) im Halbfinale aus. Im Mädchendoppel U 17 überraschte das Nord-Doppel Marie Schweitzer/Ann-Kathrin Neugebauer mit dem Finaleinzug, unterlag aber knapp in drei Sätzen. Bei den Mädchen U 15 wurde Nordlerin Lena Seibert mit Vanessa Roloff (Kreuztal) Vizemeisterin. Die Nord-Erfolge komplettierten Lea-Lyn Stremlau mit Sebastian Haardt (Hohenlimburg) mit Rang zwei im Mixed U 19 und Philipp Zieschang als Vizemeister im Doppel der U 17 mit Yannic Wenk (Solingen). Weitere Platzierungen folgen.
Die Badmintonabteilung hatte 60 Helfer aufgeboten, um in allen Bereichen bestens organisiert zu sein. Das machte sich im reibungslosen sportlichen Ablauf bemerkbar. So wurde jede Partie von einem Schiedsrichter betreut, fast immer waren junge Nordler mit Zähltafeln dabei. Die Spieler aus der Regionalliga-Truppe der Nordler halfen als Coaches aus. Landestrainer Benjamin Tzschoppe nutzte die Gelegenheit, kurz vor der DM im Februar noch einmal Talente zu sichten und sich mit ihnen zu besprechen. Britta Schocke half bei der Ausrichtung eines B-Trainerlehrgangs, der quasi nebenbei noch in den Räumen der GSO abgehalten wurde.
An der Küchenfront lief ebenfalls alles glatt, trotz unerwartet großem Zuschauerzuspruchs. Die meldestärksten Vereine wie der 1. BC Beuel, Phönix Hövelhof, Refrath oder BV Mülheim waren wegen der zentralen Lage Oberhausens mit großem Zuschauertross angereist. Zudem war Nord ja auch mit großer sportlicher Besetzung in den Klassen U 13 bis U 19 vertreten. Abteilungsleiter Thomas Janßen: „Am Samstag mussten wir mehrfach nachkaufen, mit so vielen Besuchern hätten wir nicht gerechnet.“ Gut 200 Spieler waren an beiden Tagen in der Halle, an Zuschauern dürfte es wohl rund 1000 gewesen sein, schätzen die Nordler. Und die futtern was weg. Gut, dass Norbert Eberhard im Alleingang 300 Würstchen gegrillt hatte und die als Currywurst veredelt reißenden Absatz fanden. Petra Janßen kaufte Brötchen noch und nöcher nach und kochte dann in der Nacht zu Sonntag fünf Liter Bolognese-Sauce, um für den zweiten Tag gewappnet zu sein. Das Team in der Caféteria hatte alles im Griff. Die Mitarbeiter der Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) unterstützten die erstmals seit 2005 wieder in Oberhausen ausgerichteten Wettkämpfe zudem durch ihren Einsatz bis in die Nacht.
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