Verdienter Punkt zu wenig für die U23

Zum dritten Mal in Folge blieben die Oberliga-Kicker von RWO ungeschlagen, zum Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg hat es aber auch diesmal nicht gereicht. Nach dem insgesamt leistungsgerechten 1:1 (0:1) gegen Vorjahresmeister Hönnepel-Niedermörmter beträgt der Vorsprung der Oberhausener U23 auf den ersten Abstiegsplatz sieben Spieltage vor Schluss allerdings respektable zehn Punkte.

Gegen die Klever und ihren Oberhausener Trainer Georg Mewes ließ RWO-Trainer Peter Kunkel mit leicht veränderter Ausrichtung beginnen. Kapitän Marcel Landers durfte diesmal im Dreier-Mittelfeld mit Kevin Krystofiak und Mirac Bayram den offensiveren Part übernehmen und sollte die Angriffsreihe mit den Außen Joel Zwikirsch und Marco Olivieri sowie Philipp Goris unterstützen.

Das gelang in der Anfangsphase überhaupt nicht. RWO bekam keinen Zugriff und die Gäste setzten sich zeitweise in der Oberhausener Hälfte fest, ohne jedoch zu nennenswerten Chancen zu kommen. Nach gut zehn Minuten befreiten sich die Kleeblätter jedoch und kamen in der 15. Minute zur bislang größten Chance. Doch Hö-Nie-Keeper Tim Weichelt legte den heranstürmenden Bayram vor der Strafraumgrenze und war mit der Gelben Karte bestens bedient. Landers (24.) und Zwikirsch (27.) besaßen weitere Möglichkeiten, doch das Tor fiel mittlerweile etwas überraschend auf der Gegenseite.

Nach eigenem Einwurf vertändelten die Oberhausener den Ball und die folgende Flanke verlängerte Hö-Nies-Torjäger Andre Trienenjost auf den ehemaligen Osterfelder Dennis Terwiel, der trocken ins lange Eck vollendete.

Auf der Gegenseite vergab Goris kurz vor der Pause den Ausgleich, als er frei vor Weichelt versuchte, mit dem Außenrist den Keeper zu überlisten. Mit Michael Smykacz für den blassen Zwikirsch kam nach dem Wechsel noch etwas mehr Schwung in die Angriffsbemühungen der Kleeblätter. Doch insgesamt schafften es die routinierten Gäste, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Die Oberhausener agierten in vielen Situationen zu ungestüm, während Hö-Nie um den starken Ex-Profi Christian Mikolaijczak wesentlich abgezockter agierte.

Doch ausgerechnet dem bis dahin überragenden Gäste-Spieler unterlief in der 67. Minute ein unkonzentrierter Pass vor dem eigenen Strafraum. Smykacz hatte den Braten gerochen und bediente Goris, der diesmal besser ins lange Eck zielte. Danach schienen die Oberhausener gieriger auf den Sieg, doch die meisten Aktionen blieben zu ungestüm, so dass es beim 1:1 blieb. „Ein verdientes Unentschieden, mit dem wir gut leben können“, meinte Mewes anschließend, während Kunkel die insgesamt zu hohe Fehlerquote seines Teams bemängelte.