„Unmögliches möglich machen“

Patrick Cibis (l., hier im Spiel bei Arminia Lirich) gehört zu den Spielern, die SWA verlassen haben.
Patrick Cibis (l., hier im Spiel bei Arminia Lirich) gehört zu den Spielern, die SWA verlassen haben.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Kai Timm hat sich einen ganz schweren Job ausgesucht. Er will mit Alstaden die Klasse halten.

Momentan wird viel über Schwarz-Weiß Alstaden diskutiert. Nach dem Trainerwechsel von Guido Contrino zu Kai Timm, boykottierte die Mannschaft des Bezirksliga-Vorletzten tags darauf die Weihnachtsfeier der Alten Herren, zu der Contrino samt Team eingeladen waren. Es hagelte Abmeldungen, beim Blau-Weiß-Cup Anfang des Jahres lief eine Mannschaft bestehend aus Spielern der „Zweiten“ und der Alten Herren auf. So verwundert es nicht, dass aktuell viele Gerüchte um SWA kursieren. Dies nahm die Sportredaktion zum Anlass, sich mit dem neuen Linienchef in der Kuhle zu unterhalten.

Sie sind jetzt fast vier Wochen Trainer von Schwarz-Weiß Alstaden. Nach der Trennung von Guido Contrino flatterten dem Verein Abmeldungen in den Briefkasten, beim BWO-Cup stellte sich kein Spieler der ersten Mannschaft zur Verfügung. Wie ist es um SWA bestellt? Es gibt das Gerücht, dass der Verein seine erste Mannschaft vorzeitig aus der Bezirksliga zurückzieht….

Kai Timm: Ein Rückzug wäre wirklich die aller-, allerletzte Option. Wer mich kennt, weiß, dass dies nicht meinem Naturell entspricht. Ein Rückzug ist keine Lösung, schließlich ist man rechnerisch ja auch noch nicht abgestiegen. Wir werden definitiv mit einer schlagkräftigen Mannschaft in die Rückrunde gehen. Wenn es am Ende nicht reichen sollte, dann ist das so. Aber dann ist man sportlich abgestiegen.

Inwieweit hat sich die Mannschaft verändert? Wie viele Abmeldungen liegen tatsächlich vor und wer streift sich in der Rückrunde das schwarz-weiße Trikot über?

Stand jetzt haben wir vier Spieler, die uns in der Winterpause verlassen haben. Das sind Patrick Cibis, Illyas Caliskan, Dominik Langenberg und André Kampen. Es liegen zwar weitere Abmeldungen vor, aber da bin ich guter Hoffnung, dass sie ihre Entscheidung überdenken. Dies sind Spieler, die nun doch am Training teilnehmen.

Wie sieht es mit neuen Spielern aus? Haben Sie schon jemanden nach Alstaden lotsen können?

Wir sind in Gesprächen und guter Dinge, dass wir bis zum Ende der Transferperiode (Anm. der Red.: 31. Januar) in dem Punkt Vollzug melden können. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine Namen nennen möchte, solange nichts unter Dach und Fach ist. Unsere zweite Mannschaft, die auch einen personellen Aderlass zu verkraften hatte, hat eine Reihe neuer Spieler bekommen. Wenn ambitionierte und ehrgeizige Jungs dabei sind, können sie sich gerne für die erste Mannschaft anbieten. Was das angeht, bin ich in ständigem Kontakt mit deren Trainer Michael Zwick.

In dieser Woche steht der erste Härtetest an. Wie ernst nehmen Sie die Stadtmeisterschaft, zumal SWA in den vergangenen Jahren nicht gerade als Hallenmannschaft bekannt war? Wird man eine andere Mannschaft als noch beim Blau-Weiß-Cup sehen?

Zunächst einmal ja, es wird eine andere Mannschaft auf dem Parkett stehen. So viel kann ich versprechen. Natürlich möchte ich immer gewinnen, wenn ich spiele. Sonst brauche ich gar nicht erst antreten. Inwieweit wir erfolgreich sein können, muss man sehen. Die Stadtmeisterschaft hat bei mir zugegeben nicht die oberste Priorität. Die liegt im Abstiegskampf und darauf, dass wir das Unmögliche möglich machen.

Die Fragen stellte Marc Guntermann.