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Unfalltod überschattet Wettkampf

08.11.2012 | 15:36 Uhr
Unfalltod überschattet Wettkampf
Jeffrey Wammes verstärkt das KTTO im letzten Heimkampf der Saison.Foto: Kerstin Bögeholz

Die KTV Straubenhardt II tritt trotz des Unfalltodes ihres Turners Tim Allenbacher Samstag beim KTTO an.

Es gibt Situationen im Leben, da rückt der Sport in den Hintergrund. Der Wettkampf des KTTO in der Zweiten Bundesliga Kunstturnen am Samstag gegen die KTV Straubenhardt II stand in den vergangenen Tagen lange auf der Kippe und war schon so gut wie abgesagt. Der Grund ist schmerzlich, vor allem für die Mannschaft der KTV. Mit Tim Allenbacher hat ein erst 19-jähriger Mann bei einem schweren Autounfall sein Leben verloren.

Geschockt von dieser Nachricht sahen sich seine Teamkollegen nicht in der Lage, am Wochenende an die Geräte zu gehen. Doch zu Beginn der Woche gab es die die mentale Umkehr. Nach Gesprächen zwischen Mannschaft, Trainern und Verantwortlichen bekam Teamchef Sydnee Ingendorn telefonisch die Nachricht, dass die Gäste doch turnen möchten und somit den emotional schweren Weg ins Ruhrgebiet antreten werden.

Trainer erkrankt

Beim KTT Oberhausen ging es in dieser Woche hinter den Kulissen dementsprechend hektisch zu. Sydnee Ingendorn verbrachte eine Menge Zeit am Telefon, um alle Eventualitäten abzuklären und für den Notfall, die Absage des Wettkampfes, vorbereitet zu sein. Doch nicht nur dies, krankheitsbedingt fiel in dieser Woche zudem noch Cheftrainer Siegfried Ingendorn aus und so musste die gesamte Trainingswoche umgestaltet werden. Aber beim KTT Oberhausen/TC 69 heißt es nicht umsonst ab diesem Jahr „Das Team ist die Nummer eins“ – so wurde mit Hilfe aller Trainer und Verantwortlichen das Schiff in die richtige Richtung gelenkt.

Alle Turner sind fit und gehen trotz der traurigen Vorzeichen engagiert in den Wettkampf. Vor allem motiviert durch die Möglichkeit, in einer Saison alle vier Heimwettkämpfe gewinnen zu können. Dies wird versucht auch mit Weltklasse-Unterstützung. Mit Jeffrey Wammes und Yuri van Gelder werden zwei Athleten aus den Niederlanden das KTTO/TC 69 nicht nur punktemäßig bereichern, sondern den Zuschauern zum Abschluss der Heimwettkämpfe nochmal Turnkunst der Extraklasse präsentieren. Aber auch Kristof Schroé bekommt die Möglichkeit, sich vom Oberhausener Heimpublikum zu verabschieden. Falls der Sieg gegen eine turnerisch gute zweite Mannschaft des aktuellen deutschen Mannschaftsmeisters gelingt, würde dies zudem den sicheren Verbleib auf dem dritten Tabellenplatz am Ende der Saison bedeuten. Mit diesen Vorzeichen gehen die Mannen um Cheftrainer Siegfried Ingendorn, der vielleicht auf der Bank sitzen wird, konzentriert in den Wettkampf.

Wie schon vor einigen Wochen beim Tode Karl Huestegges gehen die Turner des KTTO/ TC 69 erneut mit einem Trauerflor an den Start, um damit an den verstorbenen Tim Allenbacher zu gedenken und den Gästen Respekt zu zollen, dass sie trotz ihrer Trauer zu diesem Wettkampf antreten.

Sydnee Ingendorn



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